Der letzte Urlaubstag beginnt immer mit diesem seltsamen Gefühl: noch ein Tag, und dann ist es vorbei. Am besten einfach nicht daran denken und das Beste daraus machen.
Gemeinsam beschlossen wir, noch einen Ausflug nach Leucate zu machen – nur einen Katzensprung von Torreilles entfernt und ein Ort, den man sich für den letzten Tag gut aufheben kann. Port Leucate ist für seinen berühmten Ponton bekannt, ein ikonischer Steg, der weit über das türkisfarbene Wasser hinausragt und von oben betrachtet wie eine geometrische Skulptur wirkt – Zickzacklinien aus Metall zwischen Himmel und Meer, die so viele Urlauber fotografiert haben, dass er längst zum Wahrzeichen der ganzen Küste geworden ist. Die Sicht vom Steg zurück auf den langen Sandstrand und die Lagune dahinter ist tatsächlich beeindruckend.




Die Zeit danach haben wir bei einem kühlen Getränk in der Strandbar Paillote del Mar ausklingen lassen – Füße im Sand, Blick aufs Meer, wie es sich für einen letzten Urlaubstag gehört.


Weiter ging es zum nahegelegenen Hafen. Auf den ersten Blick unspektakulär, aber dann: Eine Segelyacht wurde mit einem Hebefahrzeug ins Hafenbecken gelassen – ein unerwartetes Schauspiel, das wir uns begeistert und ausgiebig angeschaut haben. Manchmal sind es die kleinen ungeplanten Momente, die am besten in Erinnerung bleiben.


Der Rest des Tages gehörte dem Packen – und ein bisschen Tennis. Beides lässt sich gut kombinieren, wenn man die Koffer konsequent ignoriert. Finn wollte dagegen unbedingt noch zum Skaterpark. Also habe ich mir Finn und Jonathan geschnappt und bin mit beiden zum Shakapark gefahren, wo sich die beiden ca. eine Stunde auf der Pumptrack mit ihren Stuntrollern verausgabt haben. Zum Abendessen haben wir uns zu viert eine Pizza von der Pizzeria direkt gegenüber vom Campingplatz geholt. Die Entscheidung fiel einstimmig und aus einem einzigen Grund: Es machte am wenigsten Arbeit. Und das war auch gut so.


Nachdem alle Familien für sich gegessen hatten, trafen wir uns noch ein letztes Mal am Strand – auf ein letztes Glas Wein, mit dem Meeresrauschen im Hintergrund und dem Wissen, dass morgen der Wecker wieder um eine unzivilisierte Uhrzeit klingeln wird. Rund 1000 Kilometer warten auf alle.
Zwei Wochen Torreilles Plage mit Sonne, Meer, Tennis, Paddle und jeder Menge guter Gesellschaft – dieser Urlaub hatte alles, was ein Urlaub für uns braucht. Ob Wanderung zur Tour de la Massane, Ausflüge nach Perpignan, Rennes-le-Château und Limoux oder einfach chillige Tage am Pool und Strand: die Abwechslung zwischen Aktivität und Erholung hat gestimmt. Und dass wir am Ende mit den Kellers, den Farkes, den Zillys, den Kasserounis sowie Maude und Harry so viele schöne Momente geteilt haben, macht diesen Urlaub zu einem, an den wir noch lange zurückdenken werden.