Der Morgen begann entspannt mit Frühstück und einem ausgiebigen Sprung in den Pool. Danach stand das erste größere Ausflugsziel dieser Woche auf dem Programm: die Forteresse de Salses, gemeinsam mit Familie Keller. Wir kannten zwar die Festungsanlage schon von unseren vergangenen Urlauben hier, aber wir haben es nicht bereut, dass wir uns die Anlage noch einmal angeschaut haben.


Die Festung liegt nur einen kurzen Abstecher von Torreilles entfernt – knapp 20 Kilometer nördlich von Perpignan, genau dort, wo die Corbières am nächsten an die Mittelmeerküste heranrücken. Dieser enge Durchgang war jahrhundertelang der einzige Landweg zwischen Frankreich und Katalonien, was die strategische Bedeutung des Ortes erklärt. Die Festung selbst wurde zwischen 1497 und 1503 im Auftrag der spanischen Könige Ferdinand II. von Aragón und Isabella von Kastilien erbaut – als Reaktion auf einen französischen Angriff, der den vorherigen Burgbau kurzerhand dem Erdboden gleichgemacht hatte. Mit einer Besatzungskapazität von 3.000 Mann und 300 Pferden war sie damals eine echte Machtdemonstration. Noch heute beeindruckt das weitläufige Labyrinth aus Gängen, Türmen und Innenhöfen, und wer oben auf dem Wehrgang steht, hat einen herrlichen Blick auf den Canigou und die Lagune von Salses-Leucate. Auf die Wehrgänge durften wir heute allerdings nicht hinauf.


Nach der Besichtigung folgte der pragmatische Teil des Tages: Decathlon und Carrefour. Was der Urlaub an Ausrüstung oder Vorräten vermissen lässt, findet sich dort zuverlässig. Finn hat hier auch seinen neuen Tennisschläger gefunden. Nach den erfolgreichen Einkäufen ging es zurück zum Campingplatz.


Den Abend verbrachten wir alle gemeinsam in Saint-Cyprien in unserem Lieblingsfischrestaurant. Fangfrischer Fisch, der Süden auf dem Teller, und die ganze Gruppe an einem Tisch. Einen besseren Abschluss für diesen Tag hätte es kaum geben können.