2025-09-12 Tag 16: Bastia

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Der Wecker klingelte heute früh und nach einem schnellen Frühstück mussten wir Taschen packen, alles im Auto verstauen und das Mobilehome sauber machen. Etwas verspätet konnten wir die Schlüssel um ca. 11:30 Uhr an der Rezeption des Campingplatzes abgeben. Bevor wir uns mit den zwei Autos – wir müssen ja das Auto der Thiers auch zurückfahren – auf den Weg nach Bastia gemacht machen, wollten wir noch einmal zum Meer laufen, um uns zu verabschieden. Außerdem wollte Finn unbedingt seinen verlorenen Milchzahn ins Meer schmeißen, so wie es Amelie auch im Pfingsturlaub in Südfrankreich gemacht hatte.

Nach diesem kurzen Gang an den Strand sind wir also mit den zwei Autos nach Bastia gefahren, wo wir etwas Schwierigkeiten hatten einen Parkplatz zu finden. Letztendlich haben konnten wir die Autos auf einem kleinen Parkplatz kostenlos in etwa 10 Minuten Fußweg zur Zitadelle abstellen.

Finn hatte so Hunger und war so entkräftet, dass wir erstmal eine kleine Snack/Kaffeebar suchen mussten, wo wir uns alle etwas stärken konnten. Danach sind wir durch niedliche kleine Gassen hinunter zum Yachthafen gelaufen. Der Yachthafen ist wirklich sehr idyllisch. Auf der einen Seite trohnt die Église Saint Jean-Baptiste mit ihren charakteristischen Zwillingstürmen. Rund um den Hafen reiht sich ein Restaurant und ein Souvenirladen an den anderen. Bastia profitiert enorm von den ganzen Fährverbindungen und den wartenden Passagieren, die sich zur Überbrückung die Stadt anschauen. Ein Gang in die Souvenirläden und eine Stärkung in einem der Restaurants lässt sich dabei ja kaum vermeiden.

Nachdem auch wir uns mit Crêpes und Eis erneut gestärkt hatten, haben wir uns dann auch erstmal die mächtige Église Saint Jean-Baptiste angeschaut. Diese imposante Kirche ist mitten in die schmalen Gassen gebaut und beherbergt riesengroße und wertvolle Gemälde.

Nach der Besichtigung der Kirche, sind wir langsam durch die Gassen zurück zur Hafenpromenade gelaufen, um zum benachbarten Fährhafen zu gehen. Hier konnten wir zuschauen wie die großen Fähren ab- und anlegen.

Das ist schon ein beeindruckendes Schauspiel, wie die großen Fähren rückwärts in den Hafen fahren und am Kai anlegen. Das Zuschauen des Spektakels dauerte dann auch eine Weile, so dass wir langsam wieder zurück zum Yachthafen gelaufen sind, wo wir Essen gehen wollten. Die restliche Zeit bis zum Essen haben wir einfach an dem schön angelegten Platz am Hafen gesessen und haben beobachtet, wie ein paar Künstler offensichtlich eine Abendshow vorbereitet haben.

Zum Essen haben wir uns dann ein nettes Restaurant direkt am Kai ausgesucht, wo wir zum Abschluss richtig lecker gegessen haben. Danach ging es langsam aber sicher zu den Autos zurück.

Vom Parkplatz aus waren wir schnell am Fährhafen und wurden in ein der Warteschlange eingewiesen. Bei der doch noch langen Wartezeit bis wir auf die Fähre fahren konnten, haben wir uns sehr nett mit den Nachbarautos unterhalten. Um Mitternacht konnten wir endlich auf die Fähre fahren und unsere Kajüte beziehen. Jetzt heißt es dann die kurze Nacht für den Schlaf zu nutzen, denn Sandra und ich müssen Morgen ja die Fahrt nach Karlsruhe alleine ohne Wechsel durchziehen.

Ein abschließendes Wort zum Urlaub fällt mir tatsächlich diesmal sehr schwer. Der schreckliche Herzinfarkt überlagert natürlich alles und schmerzt unglaublich. Daher will ich es damit belassen.