Der zweite Tag nach dem schrecklichen Herzinfarkt. Wir hatten mit Eva verabredet, dass wir uns wieder nachmittags um die Kindern kümmern können. Davor sollten die Kinder bei den Großeltern bleiben. Das verschaffte uns die Zeit direkt nach dem Aufstehen nach Porto-Vecchio zu fahren. Porto-Vecchio liegt ca. 70 km südlich von Aleria. Bei der ca. 1 1/2 stündigen Fahrt kamen wir an teilweise malerischen Buchten vorbei.


In Porto-Vecchio habe ich einen Supermarkt mit Ladesäulen rausgesucht, der in Fußweg zum alten Stadtzentrum rund um die Zitadelle lag. Auch wenn die extra für Elektroautos gekennzeichneten Parkplätze an den Ladesäulen hauptsächlich von Verbrennern genutzt werden, konnten wir noch einen Platz ergattern und uns an der Ladesäule anschließen. Danach ging es zu Fuß ca. 10 Minuten hinauf zu Altstadt und zur Zitadelle. Die Citadelle de Porto-Vecchio ist eine gut erhaltene genuesische Festungsanlage aus dem 16. Jahrhundert, die über dem Hafen thront und eine tolle Aussicht auf die Bucht bietet. Innerhalb der alten Festungsmauern befinden sich alte schmale Gassen in den unzählige kleine Geschäfte, Cafes und Restaurants befinden.


Nachdem wir uns die alte Festung angeschaut und die Aussicht über die den Hafen und die Bucht genossen haben, sind wir durch die kleinen Gassen geschlendert und haben uns in einem kleinen Café mit Crêpe, Café und einem Bier gestärkt.
Danach sind wir durch die Altstadt der Festung gelaufen und haben die vielen Geschäfte in den alten Häusern bestaunt. Dann haben wir uns langsam auf den Heimweg gemacht, da Amelie noch unbedingt mit Lisa und Hanna weiter an dem Strandhaus bauen wollte. Außerdem wollten wir auch die Großeltern ablösen.


Zurück am Campingplatz haben wir dann auch direkt die Mädchen abgeholt und sind zum Strand gelaufen, wo wir den Rest des Tages verbracht haben.




Abends bekamen wir von Eva noch die schlechte Nachricht aus dem Krankenhaus, dass Olli leider noch nicht wieder aufgewacht ist. Das Gehirn will noch nicht wieder anspringen. Das hat uns natürlich noch einmal richtig betroffen gemacht. Wir wollen die Hoffnung nicht verlieren und denken ganz doll an Olli und an seinen Kampf. Wir wünschen vor allem Eva und den Kindern gerade ganz viel Kraft.