2025-09-01 Tag 05: Corte

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Heute haben wir wieder lange ausgeschlafen und Finn und ich haben Baguette und Croissants gekauft. Das Wetter war heute etwas wolkig, so dass wir einen Ausflug nach Corte unternehmen wollten. Corte war zur Zeit der Unabhängigkeit Korsikas unter Pasquale Paoli Hauptstadt und wird immer noch als die heimliche Hauptstadt Korsikas bezeichnet. Bis heute ist Corte ein Symbol für den Kampf um die Unabhängigkeit und Selbstbestimmung der Korsen geblieben. Als einzige der wichtigen Städte Korsikas liegt Corte nicht am Meer, sondern tief im nördlichen Landesinneren, wunderbar gelegen am Zusammenfluss dreier Flüsse, überragt von der auf einem Felsen erbauten Zitadelle.

Um nach Corte zu gelangen mussten wir also ca. 50 Minuten mit dem Auto ins Landesinnere die Berge hinauf fahren. Das Auto konnten wir auf dem Universitätsparkplatz direkt unterhalb der Altstadt parken. Corte ist heute wieder Sitz der einzigen Universität Korsikas, die Studenten machen etwa die Hälfte der ca. 6500 Einwohner Cortes aus und prägen ganz wesentlich die einzigartige, lebendige Atmosphäre der Stadt. In der Altstadt tummelten sich aber natürlich auch viele Touristen. Zentraler Ort ist hier der Place Gaffori mit Statuen von Pascal Paoli.

Von hier aus breitet sich entlang des Cours Paoli die Neustadt mit vielen Restaurants, Bars und Geschäften aus. Oberhalb der Stadt wacht die Zitadelle mit ihrem fast dreieckigen Grundriss. Den besten Blick auf die Zitadelle hatten wir vom Aussichtspunkt Belvedere. Hier blickt man direkt auf das spektakuläre Adlernest (Nid d’Aigle), einer über den südlichen Felssporn ragenden Bastion, die den ältesten Teil der Anlage bildet.

Auf dem Rückweg sind wir am Kirchplatz Place Saint-Théophile vorbei zurück zum Place Gaffori gelaufen. Während Sandra, Amelie und Finn mit den Thiers Crepes und eine Eis essen wollten, bin ich noch alleine durch die tolle und sehr sehenswerte Altstadt gelaufen. Besonders unterhalb der Altstadt von einem der Flüsse konnte ich einen schönen Blick auf die Altstadt genießen, die sich an einem Berghang entlang erstreckt.

Nachdem ich den Rest wieder eingesammelt hatte, sind wir zu einem der Flüsse gefahren, wo wir in den Gumpen baden konnten.

Nach diesem Badespaß sind wir zurück nach Aleria zu unserem Campingplatz gefahren, weil wir eigentlich noch Tennis spielen wollten. Aber der Wind war zu stark und das Wetter wurde auch immer schlechter. Also haben wir uns ein leckeres Abendessen gekocht. Nach dem Essen sind Amelie und Finn noch mit den Kindern der Thiers auf dem Campingplatz rumgelaufen und Sandra und ich haben bei einem Wein und einem Prosecco den Abend auf der Terrasse genossen.