2025-06-19 Tag 13: Perpignan

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Heute war der letzte Tag in Südfrankreich für die Farkes. Die hatten nur bis Freitag ihr Mobilehome gebucht, da sie noch familiäre Verpflichtungen am Wochenende in Deutschland hatten. Nach einem entspannten Vormittag am Pool, wollten wir gemeinsam nach Perpignan fahren. Die Mädels wollten dort shoppen gehen, während ich mir die Stadt in Ruhe anschauen wollte. Außerdem kannten wir auch den Palais des rois de majorque noch nicht.

Mit zwei Autos ging es dann als nach Perpignan, allerdings ohne Carsten, der den letzten Tag lieber am Strand entspannen wollte. Zwei Parkplätze am Stadtrand waren schnell gefunden und dann ging es nach einem kurzen Fußmarsch zum Castillet. Dieses ehemalige Stadttor von Perpignan steht unter Denkmalschutz und ist seit 1889 ein historisches Monument. Es ist eines der Symbole von Perpignan und der katalanischen Kultur.

Von hier aus trennten sich nun unsere Wege. Während die Frauen mit den Kindern durch die Shops ziehen wollten, habe ich die Zeit genutzt, um mir die Stadt genauer anzuschauen. Vor zwei Jahren waren wir ja schonmal hier, allerdings an einem verschlafenen Pfingstmontag. Heute war die schöne Stadt voller Leben.

Hinter dem Castillet erstreckt sich durch viele kleine Gassen die Innenstadt. Nicht weit vom Castillet befindet sich der schöne Place de la Loge mit dem berühmten Gebäude Loge de Mer. Es wurde 1397 erbaut und war früher eine Handelsbörse und der Sitz des Seekonsulats, das für Handelsstreitigkeiten auf See zuständig war. Zusammen mit dem angrenzenden Rathaus, dem Platz mit seiner Statue und der Kathedrale, die nur einen Steinwurf entfernt ist, bildet sie ein wichtiges Kulturerbe-Ensemble. Der Place de Mer ist einer der lebendigsten Plätze von Perpignan und liegt am Übergang mehrerer Einkaufsstraßen.

Nachdem ich mir all diese Sehenswürdigkeiten angeschaut hatte, bin ich langsam aber sicher zum Palais des rois de majorque gelaufen, wo ich mich mit den anderen verabredet hatte. Dieser wunderschöne Palast überragt die Stadt und liegt im Herzen von Perpignan. Der Palast aus dem 13. Jahrhundert war fast ein Jahrhundert lang das Zentrum des kurzlebigen Königreichs Mallorca. Der Palast entstand auf Wunsch von Jakob II., der sich einen Wohnsitz in der Hauptstadt seines Königreichs auf dem Festland wünschte. Das Schloss wurde vor 1274 im spätgotischen Stil begonnen und nach 1300 im gotischen Stil fertiggestellt.

Die prunkvollen Kapellen zeigen die ganze Raffinesse dieser Zeit und den Status Perpignans als wirtschaftliches, politisches und kulturelles Zentrum des mittelalterlichen Mittelmeerraums. Vom Turm des Palastes konnten wir einen fantastischen Rundumblick auf Perpignan und die Umgebung genießen. Im Hitzedunst lag der markante Mont Canigou und auf der gegenüberliegenden Seite das Mittelmeer.

Nach dieser imposanten Besichtigung ging es für uns zurück zu den Autos und zum Campingplatz. Nachdem die Farkes alles für die morgige Abreise gepackt hatten, haben wir noch zum Abschluss noch auf unserer Terrasse getroffen, um uns zu verabschieden. Ein toller gemeinsamer Urlaub mit den Farkes geht nun leider zu Ende. Während wir Morgen noch einen Tag hier im Süden genießen dürfen, geht es für die Farkes und Mila Morgen zurück nach Karlsruhe.