Bevor wir heute zu unserem ersten Ausflug aufbrachen, stand erstmal Chillen auf dem Programm. Die Mädchen sind wie immer nach dem Frühstück zum Pool gegangen, während ich mit Finn den Tennisplatz unsicher gemacht habe. Heute war auch etwas mehr los und auf dem Nachbarplatz haben vier Holländer ein Doppel gespielt.
Nachdem sich alle vom Tennisspielen und Baden erholt und gestärkt hatten, ging es um 14 Uhr los in Richtung Château de Peyrepertuse. Peyrepertuse ist die Ruine einer Felsenburg und die größte Festungsanlage der Katharer im heutigen Frankreich. Sie befindet sich in der Region Okzitanien auf einem Felsen über dem Tal des Flusses Verdouble, in 800 m Höhe. Von der Ferne erkennt man die Burg fast gar nicht, so sehr verschmilzt sie mit dem Felskamm. Der Parkplatz lag kurz unterhalb der Burg. Von hier aus hieß es dann zu Fuß hinauf zur Festung. Der Zugangsweg führte uns um den Felsen herum über einen schmalen Pfad hin zum Eingang der Burg.


Die alte Festungsanlage ist wirklich faszinierend. Die steilen Außenmauern verschmelzen förmlich mit den Felsen und werden so noch steiler. In der Burganlage konnten wir frei herumlaufen. In der Ferne konnten wir eine andere wichtige Burg – Château de Quéribus – erblicken. Diese beiden Burgen, Peyrepertuse und Quéribus, sind die einzigen beiden in der Region, die sich im Blickfeld haben und früher miteinander kommunizieren konnten. Zu Zweit wachten sie über die ganze Region, vom Meer bis zu den Pyrenäen. Jeder Staub, der von Feinden aufgewirbelt wurde, wurde sofort entdeckt. Dank des dichten Netzwerkes an Burgen in der Region, von denen wir ja auch schon einige besichtigt haben, wurde berechnet, dass früher eine Nachricht nur drei Stunden brauchte, um bei der Sénéchaussée von Carcassonne anzukommen.


Eine Besonderheit der Anlage ist sicherlich die Treppe von Saint-Louis, die zur oberen Festungsanalge führt. Die Treppe mit ihren 60 Stufen ist direkt in den Felsen gehauen und führt an der Felswand entlang. Von der oberen Festungsanalge konnten wir einen gigantischen Blick über die Region genießen. Bei klarer Sicht, die wir leider nicht hatten, kann man von hier bis zum Meer und tief in die Pyrenäen blicken. Der Blick war dennoch atemberaubend.




Nachdem wir alles in der Burganlage bestaunt hatten, sind wir auf dem Rückweg nach Saint Cyprien zum Essen gefahren. Im Hafen haben wir lecker in dem Restaurant gegessen, in dem wir zu Viert schon die letzten zwei Jahr waren. Den Farkes hat es genauso lecker geschmeckt wie uns.


Zu Hause sind wir dieses Mal alle mit den tollen Eindrücken des Tages zufrieden ins Bett gefallen.