Heute stand die zweite Stadtbesichtigung auf dem Programm. Und zwar wollten wir heute Villach besichtigen, das westlich sowohl vom Ossiacher See als auch vom Wörthersee liegt. Nach dem Frühstück saßen wir dann auch schon im Auto und nach ca. einer Stunde Fahrt konnten wir unser Auto nahe der Altstadt an einer Ladestation abstellen.


Zu Fuß waren wir schnell im Zentrum der Altstadt, wo wir zunächst zum Hauptplatz mit der Stadthauptpfarrkirche St. Jakob gegangen sind. Hier konnten wir mit unserer Kärnten Card über ca. 240 Stufen auf den Kirchturm steigen. Und die Anstrengungen hatten sich tatsächlich gelohnt. Von der Kirchturmspitze konnten wir einen fantastischen Rundumblick über Villach und die angrenzende Bergwelt genießen.


Zurück auf dem Hauptplatz sind wir durch die Altstadt geschlendert und schließlich über die Drau mit Ziel Nikolaikirche. Vorher wollten wir noch ein kleines Eis essen. Wie es der Zufall will, haben wir dort einen Fußallfreund von Finn aus der Fußballmannschaft mit seiner Familie getroffen. Da fährt man über 600 km in den Urlaub und trifft einen Bekannten aus Karlsruhe. Man glaubt es kaum.


Nach einem kurzen Plausch mit den Ehrmanns haben wir unser wohl verdientes Eis an der Uferpromenade der Drau mit Blick auf die Altstadt genossen. Zu unserer Überraschung durften wir ein kleines Wasserspiel auf der Drau anschauen, was vermutlich zu jeder vollen Stunde gespielt wird.
Anschließend haben wir uns die Nikolaikirche angeguckt, bevor wir wieder in die Altstadt zurückgelaufen sind. Zum Schluss wollten wir uns das Kärntner Relief anschauen. Das Relief zeigt eine eindrucksvolle Landschaftsdarstellung Kärntens und der angrenzenden Nachbargebiete und ist mit 182 Quadratmetern (19,5m lang und 9,3m breit) die größte derartige Landschaftsplastik Europas.


Nach einem kurzen Fußmarsch von der Altstadt gelangten wir in einen kleinen gemütlichen Park, in dem auch das Haus stand, in dem das Relief aufgebaut ist und ausgestellt wird. Natürlich war der Eintritt in unserer tollen Kärnten Card enthalten. Und das Refief ist wirklich beeindruckend. In einem Maßstab von 1:10.000 und einem Höhenmaßstab von 1:5.000 ist hier die gesamte Bergwelt von Kärnten und den umliegenden Gebieten nachgebaut. Dadurch wirken in diesem Relief die Berge im Verhältnis doppelt so hoch. Der Bau erfolgte von 1891 bis 1913. Nachdem es von 1986 bis 1988 einige Renovierungen und Aktualisierungen an dem Bau gab, wurde es 2016 mit digitalen Lichteffekten neu inszeniert und ausgestellt.
Nachdem wir das Relief intensiv untersucht hatten und auch den Falkertsee gefunden hatten, wo wir ja wohnen, durften wir noch zwei Lichteranimations-Shows bewundern. Durch neuste digitale Lichttechnik, wurden den Zuschauern eindrucksvoll Grenzen, Regionen und andere Details auf dem Relief sichtbar und erlebbar gemacht.
Im Anschluss an dieses wirklich besondere Erlebnis sind wir zurück zu unserem Auto gegangen. Unser nächstes Ziel war die nahegelegene Villacher Alpenstraße, die hinauf auf den Dobratsch führt. Von der Alpenstraße konnten wir auf diversen Parkplätzen tolle und spektakuläre Aussichten genießen.


Die spektakulärste Aussichten hatten wir vom Skywalk „Rote Wand“. Die freischwebende Aussichtsplattform, auf die man über einen Steg gelangt, erlaubt einen großartigen Blick 400 Meter über den Abgrund der rötlichen Felswand und eine atemberaubende Fernsicht auf Karawanken und Julische Alpen. Mächtige Felsstürze haben hier zum einmaligen Erscheinungsbild auf der Südseite des Dobratsch geführt.


Am höchsten Punkt wurde uns noch einmal ein schöner Rundumblick und der Blick auf den Gipfel des Dobratsch geboten. Nach einem Skiwasser haben wir dann den Rückweg nach Hause in Angriff genommen.
Nach einem weiteren tollen Tag haben wir nach dem Essen mal wieder eine Runde Picture gespielt, bevor wir glücklich in unsere Betten gefallen sind.