2024-08-15 Tag 06: Nockalmstraße – Pfannsee und Pfannnock

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Da wir uns gestern nicht mehr mit dem Nocky-Flitzer ins Tal von der Turracherhöhe stürzen konnten wollten wir das heute vor unserer geplanten Wanderung in den Nockbergen nachholen. Also haben wir nach dem Frühstück unsere Wandersachen gepackt und sind hinauf zur Turracherhöhe gefahren. Hier war allerdings bereits um 10:30 Uhr so viel los, dass wir kurzerhand wieder umgekehrt sind und über die Nockalmstraße in die Nockberge gefahren sind. Nocken heißt übrigens so viel wie Kuppen und beschreibt den Charakter der Berge hier sehr gut. Denn die Gipfel sind meistens kuppenartig, eher flach oder abgerundet. Unser Ziel war heute die Grundalm auf 1.700 HM.

Von der Grundalm ging unser Weg zunächst auf einem Schotterweg in Richtung Wolitzenhütte, den wir aber immer wieder auf einem Wanderweg abkürzen konnten. Kurz vor der Wolizenhütte, bog unser Weg ab auf die Almmatten, den Almwiesen.

Ein schöner Wanderweg führte uns nun stetig hinauf über sie saftigen Almwiesen bis zu einer Abzweigung, wo es dann über kürzere Steilstufen hinauf in den Oswalder Bocksattel ging.

Hier haben wir nur kurz die Aussicht genossen, bevor uns der Weg über einige felsige Steinstufen zum Pfannsee brachte. Der Pfannsee lieg auf ca. 2.060 HM idyllisch unterhalb unseres ersten Ziels, dem Pfannnock. Hier haben wir uns erstmal von den ersten Anstrengungen erholt und eine kleine Rast eingelegt.

Der Gipfel vom Pfannnock auf 2.254 HM liegt hier schon zum Greifen nahe. Doch bis zum Gipfel war noch etwas an Kondition gefragt. In einem weiten Bogen führte uns ein schmaler Steig zickzackförmig relativ steil zum Grat hinauf, der uns dann in weiterer zunehmenden Steilheit hinauf zum Gipfelkreuz führte.

Auf dem Gipfel haben wir die beeindruckende Rundumsicht bestaunt und uns in der Sonne am Gipfelkreuz ausgeruht. Die ursprünglich geplante Wanderung hätte uns auf gleichem Weg wieder zurück zur Grundalm und unserem Parkplatz geführt. Da wir aber alle noch Kraft hatten und wir keine Lust hatten den selben Weg wieder zurückzulaufen, haben wir uns vom Gipfel aus eine neue Route ausgesucht, die uns über den kleinen Pfannnock hinab zur St. Oswalder Bockhütte führen sollte.

Nachdem wir uns im Gipfelbuch eingetragen hatten, mussten wir aber zunächst den selben Weg am Grat zurücklaufen, allerdings dieses mal direkt weiter auf den kleinen Pfannnock. Das war nur ein kleiner Anstieg. Von hier aus begann dann ein kleines Abenteuer für uns. Der Weg auf der anderen Seite hinab sah zu Beginn noch ganz harmlos aus, wurde von Meter zu Meter aber steiler und felsiger. Immer mehr kleinere Kletterpassagen kam auf uns zu und der Weg wurde immer schmaler. Schlüsselstelle war dann eine etwa 5 Meter Kletterpassage, die ziemlich senkrecht an einer kleinen Felswand mit kleinen Stufen hinab ging. Sicherungsseile – Fehlanzeige.

Lange haben wir uns überlegt, ob wir diese Schlüsselstelle mit den Kindern klettern sollten. Aber dann haben uns die Wanderer, die direkt vor uns dort runtergeklettert waren, den nötigen Mut zugesprochen. Sandra hat sich als erste rückwärts hinuntergewagt. Nach ca. 3 Metern konnte man sicher an einer Stufe stehen. Zur Sicherung ist Sandra hier für Amelie stehen geblieben. Amelie hat sich dann toll den kleinen Felsen hinuntergehangelt. Die letzten ca. 2 Meter gingen dann auch gut. Finn und ich sind dann genauso vorgegangen wie zuvor Sandra und Amelie. Auch Finn hat das toll gemacht, so dass wir alle Vier sicher unten angekommen sind. Was für ein kleines Abenteuer.

Der Weg ging nun weiter sehr eng und mitunter steil hinab aber bei weitem nicht mehr so krass wie an der Schlüsselstelle. Durch ein sehr dichtes Zirbenwäldchen führte uns der Steig dann auf den normalen Wanderweg in Richtung St. Oswalder Bockhütte. Stolz aber auch ziemlich k.o. von den Anstrengungen des Abstiegs freuten wir uns alle auf die erfrischenden Getränke in der Hütte.

Nachdem wir genug Energie für den Rückweg getankt hatten, führte uns der Weg nun zurück zum Oswalder Bocksattel, an dem wir auf dem Hinweg hinauf zum Pfannsee vorbeigekommen waren. Von hier aus ging es nun auf dem bekannten Weg über die saftigen Almwiesen zurück zur Grundalm und zu unserem Auto.

Da unsere Wanderung mit Pausen nun doch ca. 5 1/2 Stunden gedauert hat, konnten wir zum Leid der Kinder auch nicht mehr zum Nocky-Flitzer fahren, da der jeden Tag bereits um 17 Uhr seinen Betrieb einstellt. Also sind wir direkt nach Hause gefahren, haben die Sauna angeschmissen und haben alle zusammen zwei Saunagänge genossen. Danach gab es noch eine Partie Activity, bevor wir alle in die Betten gefallen sind.