Heute sollte es zum ersten mal in den Biosphärenpark Nockberge gehen. Zunächst haben wir es aber ruhig angehen lassen. Der Schlaf am Morgen und das ruhige Frühstücken tut uns allen gut. Nach dem Frühstück sind wir zuerst kurz hinauf zum Heidi-Alm-Hotel gefahren, da dort eine Verkaufsstelle der Kärnten-Card ist. Mit dieser Karte können wir in Kärnten alle möglichen Aktivitäten kostenfrei unternehmen. Unter anderem ist in der Kärnten-Card auch die Maut für die Nockalmstraße enthalten.

Als stolze neue Besitzer dieser Kärnten-Card ging es dann auch schon zunächst hinab ins Tal nach Reichenau. Kurz nach Reichenau biegt dann die Nockalmstraße ab. Die Nockalmstraße wurde ursprünglich in den 1970er und 1980er Jahren geplant und gebaut um die Nockberge für den Tourismus zu erschließen. In den Nockbergen sollten Hotelorte mit Liften und Pisten entstehen. Als die Pläne damals der Öffentlichkeit bekannt wurden, formierte sich breiter Widerstand. In einer Volksbefragung sprachen sich 94% der teilnehmenden Bürger für den Schutz und somit gegen die großtouristische Erschließung des strittigen Gebiets. Alle Bemühungen für einen neuen Nationalpark scheiterten daran, dass es in den Nockbergen keine naturbelassene Urlandschaft gibt. Die Nockberge waren und sind geprägt von Almwirtschaft. Letztendlich erfolgte 2012 die Anerkennung des Gebiets als Biosphärenpark durch die UNESCO. Gepaart mit dem im gleich Jahr verabschiedeten Kärntner Landesgesetzt über den Biosphärenpark Nockberge ist der Schutz nachhaltig gesichert.


Unser Ziel in den Nockbergen heute war der Parkplatz Eisentalerhöhe auf 2049 m Höhe, was auch der höchste Punkt der Nockalmstraße ist. Von hieraus wollten wir auf den Königstuhl wandern. Unser Auto war schnell auf dem Parkplatz Eisentalerhöhe abgestellt und die Wanderschuhe angezogen. Zunächst ging unser Wanderweg vom Parkplatz aus ostseitig am Gipfel der Eisentalhöhe vorbei. Nach der Überquerung der ersten Kuppe konnten wir bereits fantastische Ausblicke auf die Umgebung der Nockberge mit seinen Almwiesen genießen. Unser Wanderweg schlängelte sich zunächst etwas bergab über die Almwiesen. Nach einem kurzen knackigen Aufstieg ging es zunächst noch einmal etwas hinab in einen kleinen Sattel, worauf der Schlussanstieg zum Königstuhl folgte.




Am Gipfel konnten wir den wunderbaren Ausblick auf die Hohen Tauern im Westen bis zu den Niederen Tauern im Nordosten und zu den Julischen und Karnischen Alpen im Süden genießen.
Nach einer kleinen Rast ging unser Rückweg auf selben Weg wieder zurück zum Parkplatz, wo wir uns an der kleinen Hütte alle mit einem Skiwasser gestärkt haben. Auf dem Rückweg zum Ferienhaus mussten wir noch einmal unser Auto laden, was wir genutzt haben, um in der Ladezeit in Kleinkirchheim ein Eis zu essen.

Zurück im Ferienhaus haben wir zum Abendessen die Reste vom Vortag verarbeitet, was uns allen sehr gut geschmeckt hat. Zum Tagesabschluss gab es eine ausgiebige Partie Monopoly, was leider wie so oft mit Tränen enden musste. Das Verlieren an sich fällt ja schon allen schwer, aber bei Monopoly fühlt es sich immer noch etwas fieser und gemeiner an.
Nachdem sich aber alle wieder von dem kapitalistischen Spiel beruhigt hatten und wir im Bett unsere aktuelle Römergeschichte weiter gelesen hatten, konnten wir alle glücklich einschlafen.