Nachdem ja gestern unser Ausflug nach Castelnou ins Wasser gefallen war, wollten wir heute einen neuen Versuch wagen. Nach dem Frühstück und etwas chillen, haben sich alle Familien gegen Mittag am Ausgang des Campingplatzes getroffen. Das Wetter war heute zwar immer wieder bewölkt aber im Gegensatz zu gestern sollte es trocken bleiben.
Unser erstes Ziel war nach ca. 40 Minuten das Château d’Aguilar. Die Ruine dieser Höhenburg liegt auf einem 96 Meter hohen Hügel, der die Ebene von Tuchan überragt, und bewacht den Zugang ins Innere des Berglands der Corbières. Die Anfahrt mit dem Auto war am Schluss sehr spektakulär, denn nur eine kleine, teilweise nur halbbefestigte Straße führte den Hügel hinauf zu dem Parkplatz kurz unterhalb der Burg.

Kurz nach dem Parkplatz mussten wir den Eintritt bezahlen und dann ging es auf einem kleinen Pfad hinauf zu Burg. Die Burg zählt zu den sogenannten Katharerburgen und war ehemals von großer strategischer Bedeutung. Von der Burg auf dem Hügel hatten wir einen spektakulären über die Ebene von Tuchan und die umliegenden Berge. Die Ruine war größtenteils noch recht gut erhalten und im Burghof stand ein prächtiger Olivenbaum.


Nachdem wir die Burg ausgiebig erkundet hatten, ging es wieder hinunter auf die befestigten Straßen in Richtung Castelnou. Castelnou ist ein mittelalterliches Dorf aus Natursteinhäusern, die sich unterhalb eine ehemaligen Burg der Herzöge des Vallespir an die Flanke eines Hügels schmiegen. Bei der Anfahrt von Thuir aus hatten wir von dem Parkplatz aus, bei dem wir gestern wegen des Regens umkehren mussten, einen wunderschönen Blick auf Castelnou.

Vom Parkplatz vor den Stadtmauern gelangten wir durch ein monumentales Steintor in das niedlich Dorf hinein. In den kleinen Häuschen in den niedlichen Gassen waren Läden von Künstlern, die dort ihre Werke verkauften. Das Dorf war nicht überlaufen, so dass wir gemütlich durch die mittelalterlichen Gassen hinauf zu Burg schlendern konnten.


Die Besichtigung der Burg war auch sehr schön und von der Burg konnten wir immer wieder schöne Blicke auf die hügelige umgebende Landschaft werfen. Im ganzen Dorf und auch in der Burg lagen immer wieder alte Katapultkugeln, die früher bei Belagerungen des Dorfes benutzt wurden, herum – z.B. zur Zierde der Gartenmauern.


Zurück auf unserem Campingplatz, sind die Kinder nach dem Essen wie immer auf dem Bolzplatz gegangen, während wir Eltern heute auf unserer Terrasse den Abend gemütlich ausklingen lassen konnten.