Heute wollten wir uns gleich zwei Sehenswürdigkeiten anschauen. Das Schloss Frederiksborg und das Louisiana Museum of Modern Art. Den Vormittag sind wir dennoch wieder entspannt angegangen. Nach dem Frühstück konnte jeder noch für sich ein wenig rumwuseln und dann ging es los nach Hillerød. Dort liegt das Wasserschloss, das als eines der bedeutendsten Bauwerke der nordischen Renaissance gilt.
Der Parkplatz war relativ teuer, wenn man bedenkt, dass wir bisher nirgendwo für das Parken hatten bezahlen müssen. Aber das ist ja auch in Ordnung. Über eine kleine Brücke schreitet man dann auf das beeindruckende Schloss zu, das heute das Dänische Nationalhistorische Museum beherbergt. Die Tickets hatten wir uns schon heute Vormittag online gekauft, so dass wir zügig in das Schloss reingehen konnten. Viel Zeit hat uns das allerdings nicht gespart, denn es war nicht besonders voll.


Bei dem Schlossrundgang wird man über 4 Etagen geführt. Erstaunlicherweise kann man sich in allen Zimmern frei bewegen und kommt ungehindert nah an alle alten Museumsgegenstände heran. Natürlich darf man nichts anfassen aber abgesperrt ist hier auch nichts. Nur besondere Gegenstände, wie zum Beispiel alte Bibeln oder besonders wertvolle Gegenstände, lagen in Vitrinen. Neben den alten Wohnmöbeln zierten unzählige Bilder die Wände. Die Decken waren auch unterschiedlichster Weise reich geschmückt. Auf ihrer Jagd nach Fotos boten sich den Kindern im Schloss viele tolle Motive.
Besonders pompös und beeindruckend ist die Kirche, in der früher viele Krönungszeremonien abgehalten wurden. Aber auch der Rittersaal, in dem die Gemälde der dänischen Königinnen und Könige hingen war faszinierend.


Auf der 4. Etage gab es dann zum Abschluss noch eine wechselnde Ausstellung, die uns allerdings nicht so gut gefallen hat.
Nach dem Schlossrundgang sind wir noch durch den schön angelegten Schlosspark gelaufen, von dem wir einen tollen Ausblick über den See auf das Schloss genießen konnten. Amelie war nicht ganz so begeistert, da sie unbedingt weiter wollte.


Nächste Station war das Louisiana Museum of Modern Art in Humlebæk an der Ostküste von Seeland am Öresund. Louisiana ist das wohl bedeutendste Museum für moderne und zeitgenössische Kunst in Dänemark und Anziehungspunkt für viele Kunstliebhaber und Touristen. Die unterschiedlichen Museumsgebäude liegen auf einem Grundstück in Hanglage am Meer. Alle Gebäude sind direkt miteinander verbunden. Hinter den Gebäuden erstreckt sich eine großzügige Parkanlage mit Blick auf das Meer. Überall stehen moderne Skulpturen, die man auf einem Spaziergang durch den Park besichtigen kann. Die Besucher nutzen die Wiesen auch zum Picknicken. Bei bestem Wetter konnten auch wir den Park in der Sonne genießen.


In den Museumsgebäuden waren die Werke unterschiedlichster Künstler ausgestellt. Die Werke reichten von Lichtinstallationen über Videokunst, modernen Bildern bis hin zu einer Liveperformance, bei der einem Künstler an einer weißen Wand in einiger Höhe auf einem Absatz gekleidet in einem Anzug immer von rechts nach links trippelte. Es gab hier also für uns alle viel zu sehen und zu entdecken.


Nach den vielen unterschiedlichsten Eindrücken der modernen Kunst hatten wir uns alle ein Eis bzw, einen Latte Macchiato verdient. Auf dem Heimweg haben wir uns noch bei einem Einkaufsladen eingedeckt. Zu Hause wurde dann zunächst gechillt, sauniert und gespielt bevor es leckere Pizza gab.
Wie fast jeden Abend haben wir wieder zum Abschluss zusammen gespielt.