Heute stand unser größter Ausflug nach Spanien auf dem Programm, der uns auch keine Zeit für den Pool am Vormittag ließ. Sandra und ich hatten den Ausflug nach Girona schon lange vor unserem Urlaub geplant. Ivana und Markus hatten dann noch die tolle Idee vorher nach Figueras, dem Geburtsort von Salvatore Dali, zu fahren und das Museum „Teatre-Museu Dalí“ mitzunehmen. Nach Girona wollten wir dann zum Essen an den spanischen Strand östlich von Girona „Platja de La Fonollera“ zu fahren. Also – volles Programm.
Nach Figueras sind dann auch alle drei Familien mitgefahren. Um 9 Uhr ging es los. Eine Stunden später haben wir Figueras erreicht. Das Theatre-Museu-Dalí liegt mitten im Standzentrum, wo wir glücklicherweise noch alle einen Parkplatz in einem Parkhaus bekommen haben. Auf dem lustigen Vorplatz des Museums, der schon gespickt mit Dali-Skulpturen war, war es schon relativ voll, was wir von unseren anderen Ausflügen nicht gewohnt waren. Das Museum lässt auch nur viertel- bis halbstündig eine begrenzte Zahl an Besuchern rein, so dass wir erst Tickets für 11:45 Uhr buchen konnten. Das fanden wir aber nicht weiter schlimm, da wir so noch etwas Zeit hatten durch Figueras zu laufen.
Figueras ist ein wirklich niedlicher Ort. Direkt neben dem Museum haben wir zunächst die Kirche „Església de Sant Pere“ angeschaut. Danach haben wir uns einfach etwas treiben lassen und sind durch die schmalen Gassen gelaufen. Es ist irgendwie schon lustig, dass man gleich merkt, dass man in einem anderen Land ist, obwohl man gar nicht weit von Frankreich weg ist. Besonders aufgefallen sind mir die Metzgerläden, in denen riesige Schinken von der Decke hingen. Die Gassen haben uns auf den zentralen Platz „La Rambla“ geführt. In der ganzen Stadt sieht man immer wieder irgendetwas von Dali. Am Rande des Platzes war ein lustiger Spiegel aufgestellt, in dem man das Gesicht von Dali korrekt sehen konnte der auf dem Boden ziemlich breit und daher unkenntlich gezeichnet war.

Auf dem Rückweg zum Museum haben wir uns alle noch mit Crêpes und Churros gestärkt, bevor es um 11:45 Uhr für uns alle ins Museum ging. Das Museum ist riesig und ist das allererste Museum von Dali gewesen, welches er noch zu Lebzeiten selber aufgebaut hat. Ich bin nicht der größte Fan von der Kunst von Salvatore Dali, war dann aber doch überrascht wie vielfältig seine Kunst ist. Auch die Kinder hatten ihren Spaß, da es teilweise riesige Installationen gab, die wirklich beeindruckend und auch lustig waren.
Nach knapp zwei Stunden waren wir alle mit dem Museumsrundgang fertig und haben uns von den Farkes verabschiedet, die wieder zurück nach Canet-en-Roussillon gefahren sind. Man könnte ja den einen großen Wind zum Surfen verpassen. So sieht halt das Hardcore-Surferleben aus. Charlotta durfte aber bei den Zillys im Auto weiter mit uns mitkommen. Nach Girona waren es noch knappe 45 Minuten Fahrt. Direkt am Fluss Riu Ter konnten wir am Beginn der Altstadt auf einem großen öffentlichen Parkplatz unsere Autos parken und dann ging unser Rundgang los.
Dieser führte uns zunächst zur Basilica de Sant Feliu. Vor der Basilika mussten wir den Flussausläufer auf einer Brücke überqueren, von wo aus man schon einen tollen Blick auf die markanten alten bunten Häuser von Girona hatte. Um die Basilika zu besichtigen musste man Eintritt zahlen. Außer mir war keiner dazu bereit, weswegen ich mir alleine einen Ticket für die Basilika und die Kathedrale von Girona gekauft habe. Während ich die imposante Basilika von Innen bestaunen durfte mussten alle anderen draußen auf mich warten. Natürlich habe ich mich daher etwas beeilt, so dass wir danach durch die schönen Gassen und durch ein altes Stadttor laufen konnten, die uns auf den Plaça de la Catedral führten. Die Kathedrale beeindruckt schon alleine durch die lange Treppe die von diesem Platz hinauf zu ihr hinauf führt. Da ich ja der Einzige mit Ticket für die Besichtigung war, bin ich alleine die Treppen hinauf und in die Kathedrale gegangen. Und die war wirklich schon von ihrer Größe beeindruckend.

Nach dem tollen Rundgang durch die Kathedrale bin ich wieder zu den mittlerweile etwas nörgeligen Rest gestoßen. Besonders die Kinder wollten unbedingt ein Eis haben. Auf dem Weg zur Einkaufsstraße sind wir noch bei einer etwas versteckten Sehenswürdigkeit, der Pujada de Sant Domènec, vorbeigelaufen. Der Renaissance-Palast von Calemany, der Palast von Agullana und die barock-klassizistische Kirche Sant Martí Sacosta, die sich am oberen Ende einer Treppe befindet. Eine wirklich bezaubernde Ecke, die auch schon in vielen Filme als Kulisse gedient hat. Danach wurde der Eishunger der Kinder aber endlich gestillt und wir Erwachsenen haben uns einen Kaffee gegönnt.
Nach dieser kleinen Stärkung sind wir über die Brücke Pont de Pedra auf der anderen Uferseite zurück Richtung Auto gelaufen. Hier konnten wir immer wieder auf den Brücken tolle Blicke bunten Häuser am Onyar Fluss werfen. Im Hintergrund der bunten Häuser ragen markant die Kathedrale und der Basilika heraus. Am Rambla de la Llibertat, einer der belebtesten Plätzte von Girona mit vielen Restaurants und Cafes unterhalb der Arkaden, führt einer der berühmtesten Brücken über den Onyar – die Pont de Ferro. Sie besteht aus einer roten Eisenkonstruktion und wurde von der Firma des Ingenieurs Alexandre-Gustave Eiffel gebaut, dem Erbauer des Eiffelsturm in Paris. Eine gewisse Ähnlichkeit ist daher auch nicht abzustreiten.

Letztendlich haben wir dann im leichten Nieselregen unsere Autos erreicht. Nach einer kleinen Autofahrt von ca. 45 Minuten waren wir am Platja de La Fonollera am Meer. Hier erstreckt sich ein schöner Sandstrand in einer länglichen Bucht. Vor der Bucht liegen kleine Inseln bzw. Felsen im Meer, die dem Panaroma zum Essen am Strand das I-Tüpfelchen aufgesetzt haben. Die kleine Strandbar „Xiringuito Sirocco“ war einfach und die Betreiber coole Typen, die neben der Strandbar noch einen Jetski-Verleih betreiben. Das Essen war ganz ok. Der Preis viel zu teuer. Dafür war wie gesagt das Panorama genial.
Die Rückfahrt zum Campingplatz dauerte dann wieder so ca. 1:45 Stunde. Da die Mädchen heute alle bei Amelie schlafen wollten, wurden schnell alle Schlafsachen zu uns rübergebracht, bevor es wieder auf den Bolzplatz ging. Hier waren besonders die Mädchen wieder mit anderen Jungs vom Campingplatz verabredet. Wir haben es uns einfach nur auf der Lounge gemütlich gemacht, um die Eindrücke des Tages zu verarbeiten.