2023-06-02 Tag 07: La forteresse de Salses und Gorges de Galamus

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Heute wollten die Surferfamilien wieder den gegen Nachmittag angekündigten Wind nutzen. Auf unserem Plan Stand heute die Gorges de Galamus in den Pyrenäen. Doch davor haben wir uns alle zusammen das Forteresse de Salses angeschaut. Diese wirklich beeindruckende alte Festung liegt etwas westlich vom Surf-Etang und für uns auf dem Weg zur Gorges de Galamus. Nach einer kurzen Fahrt von ca. 25 Minuten standen wir alle auf dem Parkplatz der Festungsanlage und nach einem kurzen Spaziergang konnten wir auch das riesigen Bauwerk sehen. Aus der Entfernung kann man allerdings die gigantischen Ausmaße tatsächlich nur erahnen, da der Baumeister Francisco Ramiro Lopez einen Teil der Anlage in die Erde vergrub, damit herannahende Feinde die Festung nicht sofort entdecken konnten. Die Anlage selbst bot dafür einen fantastischen Blick in die Ferne. Die Mauern dieses Bollwerks sind sage und schreibe bis zu 15 Meter dick und sind zusätzlich von tiefen, mittlerweile leeren, Wassergräben umgeben.

Die Festung wurde damals von den Spaniern erbaut und tauschte im Laufe der Geschichte immer wieder den Besitz. Mal waren die Franzosen die Herren, mal wieder die Spanier. Natürlich mussten wir Eintritt zahlen, entschieden uns für ein freies Herumlaufen, da eine Führung nur in Französisch angeboten wurde. Aber auch so konnten wir durch die leeren Gemäuer herumlaufen, alles mögliche entdecken und über die Dimensionen staunen.

Da sich keiner zu der Führung angemeldet hatte, durften wir dennoch auf eine Terrasse hochlaufen. Die Terrasse ist ansonsten nur den Gästen vorbehalten, die eine Führung machen. Von der Terrasse hatten wir einen tollen Blick auf die Berge der Pyrenäen und das weitere Umland. Da wir eh schon oben waren und der Museumangestellte offensichtlich Langeweile hatte, veranstaltete dieser mit uns noch eine kleine kostenlose Miniführung, was sehr interessant war.

Nach diesen beeindruckenden Eindrücken haben wir uns dann getrennt und die Surfer sind an den Etang gefahren, während wir weiter nach Westen in die Pyrenäen zur Gorges de Galamus gefahren sind. Das Auto war auf einem leeren großen Parkplatz schnell abgestellt und wir konnten von oben in die teilweise 500 Meter tiefe Schlucht des Agly schauen. Auf einem kleinen Wanderweg sind wir zu einer kleinen Kapelle gelaufen, die im Mittelalter ein Einsiedler, der in der angrenzenden Grotte gelebt hat, in den Fels gebaut hat. Heute wird hier von einer Hand voll Aussteigern ein kleines Kaffee betrieben. Allerdings waren die Betreiber kaum ansprechbar und haben meditative Musik gespielt.

Nach diesem kleinen Spaziergang sind wir auf der sehr engen und spektakulären Straße durch die Schlucht gefahren. Die Straße ist so eng, dass hier immer nur ein Auto durch passt. Nur in manchen Kurven ist genug Platz, um aneinander vorbeizufahren. Zum Glück war nicht viel los, so dass ich trotz Halteverbot auf der ganzen Strecke ein, zwei schnelle Fotos aus dem Auto heraus knipsen konnte.

Der Rückweg führte uns dann über schöne kleine Bergstraßen zurück an die Küste zu unserem Campingplatz. Den Abend haben wir wie immer mit den anderen Familien gemütlich auf der Terrasse verbracht, während sich die Kinder noch auf dem Bolzplatz austoben konnten.