2023-05-31 Tag 05: Saint-Cyprien und Elne

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Auch der heutige Tag begann fast schon standardmäßig mit dem Frühstück und einem kurzen Poolbesuch. Heute war der Poolbesuch tatsächlich nur kurz, da wir uns heute Saint-Cyprien und Elne angucken wollten. Die beiden anderen Familien wollten den kleinen Wind heute zum Surfen nutzen. Saint-Cyprien hatte für mich einen ganz besonderen Reiz, da ich dort als sehr kleiner Junge mit einem Alter von einem Jahr mal im Urlaub war. Ich habe natürlich keine echten Erinnerungen an diesen Urlaub, habe aber vor ein paar Monaten die digitalisierten Fotos von meinem Vater von diesem Urlaub bekommen.

Nachdem alle etwas am Pool gechillt hatten, ging es für uns mit dem Auto auf einer schönen Straße direkt am Strand von Canet-en-Roussillon nach Saint-Cyprien. Das Auto war schnell am großen Parkplatz direkt am Hafen abgestellt und wir konnten den Hafen bestaunen. Der erste Teil des Hafens ist noch ein richtiger Fischerhafen, wo die kleinen Fischerboote angeleint waren. Am Kai stehen die kleinen Verkaufsstände, wo die Fischer am Vormittag ihre frisch gefangen Fische verkaufen. Bei uns war ja der Mittag schon vorbei und die Verkaufsstände waren schon wieder blitzeblank geputzt. Nur noch vereinzelte Fischer waren dabei ihre Netze aufzuräumen.

Der weitere und durchaus größte Teil des Hafens war ein Yachthafen. Hier standen Segelboote in jeder Größe. Direkt neben dem Fischerhafen lagen noch drei historische Boote vor einem riesigen Hotelkomplex. Die Hafenpromenade ziert ein Fischrestaurant nach dem anderen und zwischendurch findet man immer wieder ein paar Boutiquen. Nachdem wir den Kai ein ganzes Stück lang gegangen waren, sind wir wieder zurück zum Auto um nach Elne zu fahren.

Elne ist eine Kleinstadt im Hinterland von Saint-Cyprien und der alte Stadtkern liegt auf dem Plateau des Garaffes. Geprägt wird die mittelalterliche Stadt von der Cathédrale Ste-Eulalie-Ste-Julie. Hier mussten wir einen kleinen Eintritt zahlen, denn die Kathedrale dient heute auch als Ausstellungsort für archäologische Funde z.B. aus der Römerzeit.

Die Kathedrale ist sehr beeindruckend und für den Kreuzgang haben wir am Eingang ein deutschsprachiges Dokument bekommen, in dem wir die Beschreibungen des tollen Kapitellschmucks lesen konnten. Im Kellergeschoß konnten wir eine Ausstellung der Ausgrabungen bestaunen, wo hauptsächlich alte Römersachen ausgestellt waren. Zum Abschluss sind wir auf eine kleine Aussichtsplattform oberhalb des Kreuzgangs über eine sehr schmale Wendeltreppe gestiegen. Hier hatten wir einen tollen Blick auf die Kathedrale und das Umland.

Nach diesen tollen Eindrücken sind wir entlang der Überreste der alten Stadtmauer gelaufen. Der Weg bot uns immer wieder herrliche Blicke über die hügelige Umgebung voller Obstplantagen. Durch die kleinen Gassen der Altstadt sind wir dann langsam aber sicher und viel zu langsam für die Kinder wieder zurück zum Auto gelaufen.

Da wir keinen guten Eisladen in Elne zur Belohnung gefunden hatten, haben wir auf dem Rückweg noch einmal Halt in Saint-Cyprien gemacht, um ein Eis zu essen. Das Eis ist in Frankreich übrigens überall enorm teuer. Eine Kugel Eis kostet hier im Durchschnitt 3,50 €!

Auf der Fahrt zwischen Saint-Cyprien und Canet-en-Roussillon haben wir uns noch am Etang de Canet kleine Fischerboote und Fischerhäuschen inspiziert, bevor wir zum Campingplatz zurückgefahren sind.

Am Campingplatz haben wir uns auf unserer Terrasse mit den zwei anderen Familien zum Grillen getroffen und haben Julias Geburtstag gebührend gefeiert. Ein weiterer toller Tag geht damit wunderschön zu Ende.