Zum Glück hat sich das miese Wetter von gestern nicht lange gehalten und die Sonne weckte uns heute wieder. Es hingen zwar noch einige Wolken am Himmel, die aber keine Regengefahr darstellten. Deshalb hatten wir uns für heute vorgenommen die Silvretta Hochstraße hinauf zum Silvretta Stausee zu fahren. Nach dem wie immer leckeren Frühstück sind wir aufgebrochen und sind zunächst mit den Autos das gesamte Montafon-Tal hinaufgefahren bis zur Mautstation der Silvretta Hochstraße. Da die Maut in unseren Ferienpässen enthalten ist, konnten wir zügig weiterfahren.
Während es im Tal nur mäßig bergauf ging, fing es jetzt an richtig steil zu werden und die Serpentinen schlängelten sich spektakulär noch oben. Da das Wetter heute wieder gut war, nutzten das auch viele Fahrradfahrer, um sich den Pass hinauf zu quälen.
Weniger qequält sahen die Kühe aus, die immer wieder zum Teil auch auf der Straße rund um den ersten Stausee, dem Vermuntstausee, lagen. Am Vermuntstausee haben wir eine kleine Pause gemacht, um die schönen Ausblicke auf das umliegende Hochgebirge zu genießen.
Dann ging es wieder die Serpentinen immer weiter hinauf und die umliegende Landschaft wurde immer spektakulärer. Kurz vor unserem Ziel dem Silvretta Stausee, der gleichzeitig auch der höchste Punkt der Hochstraße ist, konnten wir
bereits in einiger Entfernung die riesige Staumauer sehen.
Kurz darauf hatten wir unser Autos auf einem Parkplatz am Stausee abgestellt. Zuerst haben wir uns eine kleine und sehr niedliche Kapelle angeschaut, bevor wir zu den Touristenläden direkt an der Staumauer gegangen sind.
Hier sind natürlich auch wir durchgelaufen, um zu schauen, ob wir ein Souvenir finden – aber Fehlanzeige. Und wir waren ja auch hier, um einmal um den See zu wandern und die fantastische Aussicht auf die umliegenden Berge zu genießen, die teilweise von Gletschern bedeckt waren. Keinen Gletscher hatte der bekannte Piz Buin, den man von der Staumauer aus bewundern konnte.
Wie gesagt wollten wir einmal um den ganzen See laufen und starteten mit der ÜBerquerung der Staumauer. An der Staumauer konnten wir von oben Kletterer bewundern, die auf einem Klettersteig die Mauer hochkletterten.
Auf der anderen Seite der Staumauer führte uns der Weg durch einen kleinen Tunnel, in dem ein Künstler eine kleine Lichtinstallation präsentierte.
Nach dem Tunnel schlängelte sich der Wanderweg immer am Ufer des Sees entlang. Mal etwas höher oberhalb des Wassers und mal direkt an der Wasserkante entlang. Wir waren natürlich nicht die einzigen, die den Tag für das tolle Panorama nutzen, aber davon ließen wir uns natürlich nicht stören.
Die ganze Runde zog sich dann doch etwas und ich musst Finn ganz gut motivieren um weiterzugehen. Aber da Stehenbleiben natürlich auch keine Option ist, kamen wir alle mehr oder weniger gut gelaunt wieder an der großen Staumauer an.
Hier haben wir noch ein letztes Mal das wirklich tolle Panorama auf die Gletscherwelt genossen, bevor wir uns mit den Autos wieder die Serpentinen hinunter ins Montafon hinuntergeschlängelt haben.
Den Abend wollten wir nach diesen Eindrücken des Hochgebirges wie immer gemütlich in unserem Ferienhaus ausklingen lassen. Leider haben wir uns dabei in eine unnötige Diskussion verstrickt, welche den Abend dann nicht ganz so entspannt zu Ende gehen lassen hatte. Aber Morgen ist ein neuer Tag und wir alle zum Glück vernünftige Menschen.



































