2022-08-26 Tag 06: Gargellen Schmugglerpfad

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Heute stand eine mit etwa 615 hm etwas größere Wandertour auf dem Programm, die ich mit Sandra und Markus alleine machen wollte. Beginnend am Schafberg oberhalb von Gargellen umrundet man die Gargellner Köpfe, überschreitet zwei Jöcher und hat von der Schweiz aus ganz neue Blicke aufs Rätikon. Über das Gafierjoch geht es zurück zum Schafberghüsli.

Die Kinder wollten mit Oma und Opa noch einmal zu dem Abenteuerberg unterhalb vom Hochjoch. Da wir relativ zeitig loswandern wollten, haben wir uns bereits um 8:30 Uhr zum Frühstück verabredet. Kurz danach saßen wir auch schon im Auto mit Ziel: Gargellen Talstation Schafbergbahn. Um 10 Uhr waren wir oben an der Bergstation von aus unsere Rundwanderung begann.

Der Schmugglerpfad ist ein Rundweg, der auf historischen Pfaden der Schmuggler verläuft, die früher Waren zwischen der Schweiz und Österreich geschmuggelt haben. Wo sich in früheren Jahrhunderten die Schmuggler und Säumer tummelten und den Zöllnern zu entkommen versuchten, führen noch heute gut begehbare Bergpfade durch die einzigartige Berglandschaft.

Wir starteten also am Bergrestaurant Schafberg Hüsli. Über einen breiten Weg bergwärts Richtung Bergstation der Kristallbahn, folgten wir der Beschilderung in Richtung St. Antönier Joch. Der breite Wanderweg ging zunächst um den Berg herum, immer in Richtung zum St. Antönier Joch. Wir mussten zunächst auf dem Weg etwas abwärts gehen, bevor es dann in den schmalen Pfad zum St. Antönier Joch abzweigte.

Der kleine Schmugglerpfad führte uns nun über Bergwiesen, wo wir dann eine kleine Herde Pferde getroffen haben. Der Ausblick ins Montafon war traumhaft. Das letzte Stück zum St. Antönier Joch war dann ziemlich steil und anstrengend, aber der Blick in die Schweiz vom Joch hat uns für alle Anstrengungen belohnt.

Hier oben auf dem Grad verläuft auch die Grenze zwischen Österreich und der Schweiz. Ein traumhafter Ausblick lag uns zu Füßen.

Weiter führt der Pfad nun über den Grat teilweise versichert durch ein Drahtseil. Hier ging es teilweils sehr steil zum höchsten Punkt dieser Tour auf 2.478 hm.

Immer dem Schmugglerpad folgend auf der Schweizer Seite ging es weiter bis zum Gafiersee. Der Bergsee lieg idyllisch in Wiesen eingebettet und, um die Ausblicke nach dem Walserdorf St. Antönien, auf die Sulzfluh, die Drei Türme und die imposante Rätschenfluh sind sagenhaft.

Vom Gafiersee ging es zum letzten knackigen Anstieg über Blockfelder noch einmal bergwärts. Oben haben wir dann unsere Rast gemacht und haben unsere Brote gegessen haben. Leider versteckte sich die Sonne heute immer wieder hinter den Wolken, was es hier oben doch etwas ungemütlich werden ließ.

Deshalb sind wir nach relativ kurzer Pause weiter ein Stück auf dem Rücken des Bergs schließlich zum Gafierjoch gelaufen und haben ein letztes Mal den Blick in die Schweiz genossen. Beim Gafierjoch haben wir wieder die Landesgrenze überquert.

Vom Gafierjoch ging es nun nur noch bergab zurück in Richtung Bergstation am Schafberg. Über den Speichersee führt uns nun der Pfad hinab zum Ausgangspunkt, dem Bergrestaurant Schafberg Hüsli, wo wir uns ein wohlverdientes Weizen genehmigt haben.

Nach dem gemütlichem Ausklang der Wanderung, sind wir mit der Gondel wieder zur Talstation gefahren und waren noch vor den Kindern wieder zurück im Ferienhaus. Die Kinder hatten wieder viel Spaß auf dem Abenteuerberg und haben Oma und Opa alle spannenden Dinge gezeigt, die wir ja schon mit ihnen ein paar Tage zuvor erkundet hatten.

Zum Abendessen gab es diesmal leckeres Putengeschnetzeltes in einer Currysoße mit Reis.