Vor zwei Tagen auf dem Abenteuerberg am Hochjoch haben wir einen sehr netten Mann getroffen, der uns gerade für Kinder die Bürser Schlucht empfohlen hat. Also wollten wir die heute auch durchwandern. Die Bürser Schlucht gilt als eine der landschaftlich schönsten in den Alpen mit einem fast urwaldähnlichen Baumbestand und ist Lebensraum für eine typische Tier-und Pflanzenwelt – so beschreibt es auf jeden Fall die regionale Webseite.
Nach dem Frühstück ging es dann auch schon bald los. Zur Belohnung für die 2-Stundenwanderung durch die Schlucht, haben wir den Kindern versprochen danach zum super Waldrutschenpark an der Golmer Bahn zu fahren und dann auch mit dem Sommer-Coaster, eine Art Sommerrodelbahn, zu fahren. Aber erstmal ging es in den Ort Bürs bei Bludenz. Die Bürser Schlucht erstreckt sich von hier in Richtung Brandnertal. Unsere Autos haben wir auf einem Parkplatz direkt am Eingang zu der Schlucht geparkt und dann ging es auch schon los.
Die Schlucht war wirklich sehr nett. Aber aus unserer Sicht nicht zu vergleichen mit den Klamms, die wir schon in Garmisch-Partenkrichen gesehen hatten. Die Ankündigungen von der Webseite waren hier etwas zu dick aufgetragen. Aber schön war sie dennoch. Vor allem war die Natur hier tatsächlich überwältigend und man konnte an vielen Stellen erahnen mit welcher Kraft das Wasser hier immer mal wieder hindurchschießt.
Sandra hatte uns einen Rundweg ausgesucht, der zunächst direkt unten am Wasser entlang führte. Immer wieder mussten wir den Fluss Alvier, der aus dem Brandnertal kommt, über Holzbrücken überqueren.
Nach ca. der Hälfte des Rundwegs, führte ein schmaler Wanderpfad steil hinauf, bevor wir dann auf einem breiten Wanderweg im Wald oberhalb der Schlucht laufen konnten. Schließlich mussten wir durch das „Kuhloch“ laufen bevor uns ein kleiner Weg zurück nach Bürs führte.
Nach diesem eindrucksvollen Rundweg sind wir nach Vandans zur Talstation gefahren. Von hier konnten wir mit zwei Gondeln hinauf zur Mittelstation fahren, wo wir im Bergrestaurant eine Kleinigkeit gegessen haben. Amelie und Finn konnten es kaum noch abwarten die Rutschen wieder hinunterzurutschen. Dieses Mal waren Sandra und ich bestens vorbereitet, denn wir haben zum einen unsere Rucksäcke im Auto gelassen und zum anderen unsere Jacken als Rutschwerkzeug mitgenommen.
Und das war auch gut so. Bereits die erste Rutsche sind wir so schnell runtergerutscht, dass ich mir sogar das Knie leicht angehauen habe. Wir alle hatten auf den 7 Rutschen talwärts wieder einen Riesenspaß. Am Staubecken Latschau konnten wir uns an der Gondelstation dann Tickets für den Coaster kaufen, der uns dann auf den Rodeln, die auf Schienen fahren, zurück nach Vandans bringen sollten.
Leider waren wir nicht die Einzigen mit dieser Idee und so mussten wir noch ca. 30 Minuten in der Schlange warten bevor der Spaß losging. Solche Sommerrodel auf Schienen sind wir letztes Jahr schon in Serfaus mit den Kindern gefahren. Also wussten wir welcher Spaß auf uns wartete.
Amelie und ich sind vorgefahren und die Strecke war super. Immer wieder fielen die Schienen steil nach unten, so dass man erst im letzten Moment sah, wohin es ging. Amelie hat vor Freude immer laut geschrien und mich daran erinnert zu bremsen, wenn die Schilder dazu am Streckrand auftauchten.
Sandra und Finn waren sogar noch schneller unterwegs, denn sie kamen direkt hinter uns ins Ziel und hätten uns fast eingeholt.
Den Abend haben wir wie immer gemütlich bei uns im Ferienhaus ausklingen lassen.






























