2022-08-24 Tag 04: Gaschurn – Klettersteig Burg

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Heute wollten Sandra und ich einen Klettersteig machen. Unsere Wahl fiel auf den Klettersteig Burg bei Gaschurn. Der Klettersteig ist ein leichter Klettersteig der Kategorie A bis A/B, also genau richtig für uns, denn schließlich ist das erst unser dritter Klettersteig insgesamt, den wir heute in Angriff nehmen wollten. Oma, Opa und Markus wollten mit den Kindern ins Freibad gehen und dort das schöne Wetter genießen.

Nach dem Frühstück haben Sandra und ich die Kletterausrüstung gepackt und dann ging es auch schon mit dem Auto los in Richtung Gaschurn. Das Auto konnten wir auf dem Parkplatz der Talstation abstellen und kurze Zeit später saßen wir in der Gondel der Versettla Bahn hinauf zum Bergrestaurant Nova Stoba.

Von hier aus startete unser Aufstieg zum Einstieg des Klettersteigs Burg. Ca. 20 Minuten mussten wir direkt hinter der Bergstation steil hinauf laufen. Kurz vor dem Einstieg haben wir unsere Kletterausrüstung angelegt und kurz die tolle Aussicht genossen.

Dann ging es hinein in den Steig. Der Klettersteig ist mit einer Seillänge von ca. 200m ein relativ kurzer Steig und die Route über wenige Höhenmeter mit leichter Steigung am Grat entlang. Die Aussicht auf Heimspitze, Madrisella und Versettlaspitze sind überwältigend und in der zweiten Reihe thronen die 3.000er der Silvrettagruppe.

Der Klettersteig hielt was er versprochen hatte und war ein richtiger Genussklettersteig. Die Schwierigkeit hielt sich in Grenzen, was für uns beide aber auch völlig ok war. Die Aussichten auf Berge und das Montafontal waren atemberaubend.

Nach 2/3 der Route haben wir eine kleine Pause gemacht, um die tolle Aussicht zu genießen. Außerdem kletterte vor uns eine Familie mit zwei kleinen Kindern, die wir nicht überholen wollten. Daher haben wir einen kleinen Felsvorsprung genutzt, um etwas zu trinken.

Die letzten Meter haben dann noch einmal richtig Spaß gemacht und mit einem tollen, glücklichen Gefühl kamen wir an das Endes des Steigs, wo eine tolle Überraschung auf uns wartete.

Kurz nach dem Ende des Klettersteigs, sind wir an der Familie vorbeigegangen, die vor uns den Steig geklettert war und da traute ich meinen Augen nicht. Der Vater, Norman, der Familie war nämlich ein ehemaliger Kollege von SAP Research, mit dem ich vor 11-13 Jahren zusammen in einer Forschungsgruppe bei SAP Research zusammengearbeitet habe und den ich seitdem nicht mehr gesehen hatte. Das war natürlich eine wirklich zufällige und lustige Begegnung und wir haben uns eine Weile unterhalten. Sandra und mich hat es natürlich sehr motiviert, dass Norman mit seiner Familie und seinen zwei Söhnen im Alter von 7 und 10 Jahren solche Klettersteige unternimmt. Aber seine Frau ist auch im DAV aktiv und hat sehr viel mehr Erfahrung als wir.

Nach dieser wirklich großen Überraschung und dem netten Plausch sind Sandra und ich gemütlich auf dem Wanderweg zurück zur Bergstation an der Nova Stoba gelaufen und haben uns dort mit einem Weizen belohnt.

Zurück am Ferienhaus kamen dann auch bald die Kinder mit Oma, Opa und Markus vom Freibad und haben uns strahlend von den tollen Wasserrutschen und einem Unterwasser-Strahl erzählt, von dem man sich treiben lassen konnte.

Vor dem Abendessen habe ich mit Finn noch eine kleine Schnitzeinheit eingelegt, bevor wir den Abend wie immer gemütlich haben ausklingen lassen.