Geburtstag! Das hieß erstmal ausschlafen und danach ein gemütliches Frühstück mit allen. Heute wollten alle Kinder mit Mikael zum Bäcker fahren. Also hat Mikael seine Sitze im Kofferraum hochgeklappt und los ging es im „Kinderbus“. Jedes Kind durfte eine Sache bestellen und Amelie durfte bezahlen.
Das Frühstück war super und dabei haben wir überlegt was wir heute unternehmen wollten. Es war wieder sehr heiß und wir wollten der Hitze ein wenig entfliehen. Daher entschieden wir uns gemeinsam einen Ausflug zum Kartäuserkloster Chartreuse de la Verne zu machen. In den kühlen Mauern der festungsähnlichen Anlage erhofften wir uns etwas Kühle.
Zum Kartäuserkloster mussten wir mit dem Auto über wirklich sehr schmale Straßen über die Berge des Maurengebirges fahren. Das war schon sehr abenteuerlich, besonders wenn ein Auto entgegen kam. Das passte oft gar nicht, dann musste ein Auto rückwärts fahren bis genug Platz war, oder gerade so eben. Die Chatreuse de la Verne liegt in völliger Abgeschiedenheit mitten im Mauren-Massiv. Die Autos mussten wir auf einem vorgelagerten Parkplatz abstellen, um die letzten Meter zu Fuß zu gehen. Der Weg ermöglichte schöne Blicke auf die gesamte Klosteranlage, die mitten in der beeindruckenden Bergwelt liegt. Es mutet an wie eine Trutzburg, die imposant und massig aus den dichten, dunkelgrünen Wäldern emporragt.
Nach ca. 10 Minuten Fußweg standen wir vor dem Kloster. Im Eingangsbereich der Besucher konnten wir schnell die Tickets für den Eintritt kaufen und die Kunstarbeiten der Kartäuser-Nonnen, die hier leben, bestaunen. Im Kloster erstellen die Nonnen aus Ton diverses Geschirr, wie Teller, Tassen usw. Das Geschirr ist mit tollen Mustern handbemalt und wird hier zum Verkauf angeboten.
Als Besucher kann man hier nur einen kleinen Teil des Klosters besichtigen. Der Großteil des Klosters wird durch die Nonnen genutzt, die als Kartäuser sehr abgeschieden leben und nach den Ordensregeln weder ausgehen noch einen Besuch empfangen dürfen.
Der Rundweg durch das Kloster war aber sehr interessant und wir konnten sehen wie die Mönche früher hier gelebt haben. Zuerst führte uns der Weg in die Scheune, die früher als Trockenlagerraum für Lebensmittel gedient hat. Heute sind hier Statuen ausgestellt, die die Schönheit Gottes verkörpern sollen.
Unterhalb der Scheune führte uns der Weg in die alte Bäckerei. Besonders beeindruckt hat uns hier der riesige Steinbackofen, der 5 Meter breit ist.
Über einen kleinen Abstecher zur Anbetungskapelle ging es weiter zu den alten Befestigungen im Außenbereich.
Weiter führte und der Rundweg zur romanischen Kirche, von der aus man einen Blick auf den kleinen Kreuzgang mit seinen Bogengängen werfen konnte.
Die romanische Kirche wird natürlich heute noch genutzt und wir konnten nur von einem Balkon aus einen Blick in die Kirche werfen.
Besonders beeindruckend auch für die Kinder war die nachgestellte Mönchszelle, in der früher die Kartäusermönche gelebt hatten. Und gelebt heißt hier wirklich, dass die Mönche auf den wenigen Quadratmetern alles gemacht haben: schlafen, essen, arbeiten, beten. Die Kartäusermönche haben hier völlig einsam gelebt, sie hatten ein Schweigegelübde abgelegt und durften nicht sprechen.
Zum Schluss führte uns der Rundweg noch zur alten Ölkelterei und den Kellerräumen. Hier konnten wir uns in einem Video anschauen, wie heute die Nonnen hier leben und ihre Kunst gestalten.
Im Eingangsbereich für die Besucher haben wir uns noch ein Andenken ausgesucht und uns einen der verzierten Tonschüsseln gekauft. Die Bemalungen sind hier etwas ganz Besonderes. Auch Nathalie und Mikael haben sich hier Andenken gekauft.
Nach diesen wirklich sehr spannenden und faszinierenden Eindrücken sind wir auf den abenteuerlichen Straßen wieder zurück zu unserem Ferienhaus gefahren. Hier wollten wir den Rest des Tages ganz entspannt verbringen. Das hieß in erster Linie in den Pool zu springen.
Abends gab es dann ein ausgiebiges Geburtstagsessen, was für mich dann auch die ein oder andere Überraschung bereit hielt. So bekam ich von allen ein kleines Geburtstagsständchen vorgetragen. Ich habe mich über alle Überraschungen sehr gefreut. Danach konnten wir das Essen so richtig genießen.
Zum krönenden Abschluss sind Mikael und ich noch um Mitternacht in den Pool gesprungen. Ein sehr schöner Geburtstagstag geht für mich zu Ende. Ich bin superglücklich.




























