2022-06-14 Tag 11: Sainte Maxime und St. Tropez

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Das schöne für uns in Gonfaron ist, dass das Frühstück immer schon fertig bereitsteht, wenn wir aufgestanden sind. Da Raphael und Theodor viel früher wach sind müssen Nathalie und Mikael mit aufstehen. Wenn wir dann später aufstehen, sind die Croissants und das sonstigen Frühstücksgebäck schon von Mikael geholt. Heute sind wir aber tatsächlich auch etwas früher aufgestanden, da wir einen Tagesausflug nach St. Tropez machen wollten. Dazu wollten wir mit einem Shuttle-Boot von Sainte Maxime nach St. Tropez rüber fahren, worauf sich alle Kinder besonders freuten.

Nach dem Frühstück sind wir also in Kolonne ca. 1 Stunde nach Saint Maxime zum Hafenparkplatz gefahren. Dort haben wir schnell einen Parkplatz gefunden und konnten an der Kaimauer entlang zum Anlegeplatz der Shuttle Boote „Les bateaux verts“ gehen. Die Tickets für die Hin- und Rückfahrt waren schnell gekauft und kurze Zeit darauf saßen wir ganz hinten auf dem Shuttle Boot auf dem Weg durch den Golf von St. Tropez nach St. Tropez.

Die Kinder fanden die Bootsfahrt super. Von Sainte Maxime kann man ja bereits auf die andere Seite der Bucht rüber nach St. Tropez gucken und so näherten wir uns immer mehr dem berühmten alten Fischerort. Je näher wir kamen desto mehr Yachten der Superreichen konnte man sehen. Ein riesengroßer Fünfmaster lag auch direkt vor St. Tropez.

Nach ca. 20 Minuten Fahrt sind wir langsam in den für den doch recht kleinen Ort sehr großen Hafen gefahren, in dem man noch mehr Yachten bewundern konnte. Am Anleger ging es dann von Board mit allen anderen Touristen von Board. Wir wollten zuerst zu dem Markt auf dem Place des Lices. Dazu schlängelten wir uns durch die kleinen Gassen, in denen es viele Geschäften und Restaurants gab, die jetzt zur Mittagszeit gut gefüllt waren.

Bevor wir zum Place des Lices gegangen sind, haben wir einen kleinen Abstecher hinauf zur Zitadelle gemacht. Den Eintritt wollten wir dann aber nicht mit den Kindern bezahlen. Von hier oben hatten wir durch die Bäume immer wieder einen schönen Blick auf den Ort und den Golf von St. Tropez.

Dann ging es weiter zum Markt, über den wir dann geschlendert sind. Die Kinder hatten aber nicht mehr so viel Lust zu laufen und auch der Hunger trieb uns schnell weiter zum Place Blandqui, an dem das Musée de la Gendarmerie gelegen ist und auf dem die berühmte Statue von Brigitte Bardot steht. Das Musée de la Gendarmerie ist ein filmhistorisches Museum in einer ehemaligen Polizeistation mit Schwerpunkt auf lokalen Filmen & Schauspielern. Daher stand vor dem Museum auch eine kleine Pappfigur von Louis de Funès vor dem die Kinder für die Fotos posieren mussten.

Der Hunger war mittlerweile so groß, dass wir uns in eine kleine Pizzeria am Rande des Platzes gesetzt haben. Die Stärkung tat uns allen gut.

Nach dem alle wieder genug Energie getankt hatten, sind wir ganz gemütlich am Jachthafen zurück zum Haupthafen La Ponche gelaufen und haben dabei die großen und riesengroßen Jachten bewundert.

Die alten Fischerhäuser sind schön in hellen Farben gestrichen. In den Untergeschossen reiht sich ein Café oder Restaurant an das nächste. Am Ganz am Ende des Kais bei dem Portalet-Turm findet man noch einen Bereich wo die kleinen Fischerkähne der Einheimischen im Wasser schaukeln.

Zum Abschluss haben wir noch einen Blick auf den Port des Pêcheurs geworfen. Das ist eine kleine Badebucht von St. Tropez umgeben von Häusern von der man auch einen schönen Blick über den Golf von St. Tropez hat.

Nach den tollen Eindrücken ging es für uns zurück zum Anleger der „Les Bateaux verts“, um wieder zurück nach Sainte Maxime zu fahren. Insgesamt muss ich schon sagen, dass St. Tropez wirklich schön gelegen ist und auch ein niedliches aber völlig überfülltes altes Fischerdorf ist. Warum der Ort so berühmt geworden ist, ist allerdings schon erstaunlich. Denn viel Sehenswertes gibt es hier eigentlich nicht. Mit St. Tropez ist es wahrscheinlich wie mit allen Mythen: Um sie zu erleben, braucht es auch und vor allem Fantasie!

Die Bootsfahrt war wieder super und die Kinder hatten großen Spaß. In Sainte Maxime haben wir uns zum Abschluss unseres Ausfluges ein leckeres Eis gegönnt, bevor wir uns auf den Heimweg gemacht haben.

Zurück im Ferienhaus haben die Kinder ihre Skateboards rausgeholt und haben gespielt. Wir anderen haben wie jeden Abend den Apertif und das Abendessen vor- und zubereitet. Und endlich hatte ich auch das Glück unsere Haustiere an der Steinwand fotografieren zu können. Da lebt nämlich eine kleine Eidechsenfamilie.

Nachdem die Kinder nach dem Abendessen alle im Bett waren haben wir den schönen Abend noch bei einem Gläschen Wein ausklingen lassen.