2021-08-11 Tag 05: Le Grand Ballon

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Leider klingelte der Wecker heute schon sehr früh, da Sandra zurück nach Karlsruhe fahren musste. Unsere Handwerker wollten heute mit der neuen Sickergrube anfangen. Allerdings hatte keiner daran gedacht, dass das Auto nicht in der Tiefgerageneinfahrt stehen sollte, damit die Handwerker den Aushub besser und schneller abtransportieren konnten. Und das Auto musste nun umgeparkt werden. Und wie es das Unglück so wollte, hatte Sandra auch den Autoersatzschlüssel mit dabei. Also ist Sandra um 7:30 Uhr Richtung Karlsruhe aufgebrochen.

Wir anderen haben natürlich alle ausgeschlafen und wie immer vorzüglich gefrühstückt. Heute Stand der Grand Ballon – der Große Belchen – auf unserem Programm. Der Grand Ballon ist mit 1.424 Meter Höhe der höchste Berg in den Vogesen. Das Wetter war hervorragend und wir hatten uns eine schöne, einfache für alle machbare kleine Wanderung ausgesucht. Da wir schon damit gerechnet hatten, dass es voll werden konnte, hatten wir uns zwei Alternativen für das Parken ausgesucht.

Und das war auch gut so, denn die erste Alternative leicht unterhalb vom Grand Ballon, am Col du Haag, war schon voll besetzt. Also sind wir noch ein Stück weiter hoch zum Hauptparkplatz des Grand Ballon – und hatten Glück.

Zuerst sind wir hinauf zum Gipfel des Grand Ballon. Der Weg war ein breiter Schotterweg und nach ca. 20 Minuten waren wir oben am Denkmal für die Blauen Teufel, ein Gebirgsjägerbataillon im Ersten Weltkrieg. Von hier oben hat man eine wunderbare Aussicht – zu den Alpen, der Rheinebene und den Gipfeln des Schwarzwalds und über die Vogesen. Leider war es heute zu diesig, um die Gipfel der Alpen zu erkennen. Wenn die Sicht es allerdings zulässt, kann man von hier oben den z.B. Eiger, die Jungfrau und andere Gipfel sehen.

Ganz oben auf dem Grand Ballon steht eine große weiße Kugel, eine Radarstation, die der zivilen Luftfahrt beim Anflug auf die Flughäfen von Straßburg und Basel-Mühlhausen dient.

Vom Gipfel sind wir dann langsam einen kleinen aber einfachen Pfad zurück zum Parkplatz gelaufen. Aber unsere kleine Tour war damit noch nicht zu Ende. Unser Weg führte dann am Hang des Grand Ballon langsam hinab zu einem Bergbauerhof.

Leider war dieser ziemlich verlassen und nicht bewirtet. Nur ein paar Kühe grasten auf den saftigen Wiesen. Auch wenn es keine Bewirtung hier gab, lud en die weiten Bergwiesen zu einem Picknick ein.

Nach der Stärkung sind wir den selben Weg wieder zurück zu unseren Autos gelaufen. Inder Zwischenzeit hatte sich auch Sandra schon gemeldet, dass sie wieder zurück in unserem Ferienhaus ist.

Als wir ankamen genoss Sandra nach den Fahrstrapazen die Sauna. Opa und ich haben mit den Kindern Ligretto gespielt.. Danach habe ich mit den Kindern eine kleine Whirlpool-Party veranstaltet. War das ein Spaß.

Abends gab es Reste zu Essen und nach dem Essen haben Oma und Tante Rike irgendetwas geheimnisvolles mit den Kindern vorbereitet, dass uns allen Morgen vorgeführt wird. Nachdem die Kinder im Bett waren, haben wir Erwachsenen schonmal überlegt, wo es denn nächstes Jahr hingehen kann.