Heute verlief die Nacht zum Glück ruhig und es waren keine Schlafwandler unterwegs. Der Wecker von Sandra und mir klingelte pünktlich um 8 Uhr, da wir uns heute ums Frühstück kümmern wollten und nicht so spät zu unserer Wanderung aufbrechen wollten. Denn heute wollten wir zu Zweit den berühmten Felsenpfad, den Sentier des Roches, laufen.
Und nach dem leckeren Frühstück ging es dann für uns beide gestärkt los. Mit dem Auto sind wir also durch das Munstertal gefahren und dann hinauf auf den Col de la Schlucht. Und hier oben waren wir natürlich wegen des schönen Wetters nicht die Einzigen. Im Gegenteil, alle Parkplätze waren gerammelt voll, so dass wir unser Auto ca. 10 Minuten Fußweg unterhalb des Col de la Schlucht abstellen mussten.
Vom Parkplatz aus ging es dann direkt zum Einstieg in den Sentier des Roches und hier war es immer noch gut besucht, aber lange nicht so voll wie auf dem Parkplatz und den einfacheren Wanderwegen. Der Einstieg ist gleich wunderschön und es geht hinein in den wilden Wald auf einem herrlichen Pfad. Und nach ein paar 100 Metern standen wir vor dem ersten Eisensteg. Der Pfad war von nun an fast durchgehend mit einem Halteseil gesichert und schlängelte sich am Felsen entlang. An den Seiten ging es wirklich tief hinab aber dafür hatte man eine herrlichen Ausblick in die Schlucht und die gegenüberliegenden Berge.
Immer wieder mussten wir andere Wanderer überholen und es waren erstaunlich viele Kinder auf dem nicht ganz ungefährlichen Felsenpfad unterwegs. Nach und nach führte der Pfad nun in Serpentinen auf sehr felsigem Untergrund hinab und man musste immer wieder kraxeln. Ein wirklich richtig toller Wanderweg.
Als wir den tiefsten Punkt der Wanderung erreicht hatten, schlängelte sich der felsige Weg wieder langsam hinauf zum Krappenfelsen. Hier haben wir uns dann unser Picknick gegönnt.
Nach der Stärkung sind wir dann den Pfad Richtung „Trois fours“ gelaufen. Das war ein wunderschöner Waldpfad der sich nun ca. 250 HM hinaufschlängelte. Die Steigung empfanden wir allerdings überhaupt nicht so schlimm, im Gegenteil, der schöne Waldboden war eine willkommene Abwechselung nach dem doch anstrengenden Klettern über die Felsen. Auch war es auf einmal schlagartig einsam auf dem Pfad.
Oben lichtete sich dann der Wald ziemlich unvermittelt standen wir auf einer Hochebene mit wundervollem Blick ins Munstertal, in die Elsassebene und auf den Hoheneck.
In der Berghütte „Refuge les Trois Fours“ haben wir uns draußen ein leckeres Bier und ein leckeres Panache gegönnt. Nach dieser Stärkung mit grandiosem Ausblick führt uns ein Waldpfad ca. 20 Minuten wieder hinab zum Col de la Schlucht. Hier haben wir uns gar nicht mehr wegen der Menschenmassen aufgehalten und sind direkt zu unserem Auto gelaufen.
Zu Hause angekommen waren wir noch alleine und sind sofort in den Whirlpool gesprungen. Was für eine Erholung!
Die Kinder haben heute den Tag mit Oma, Opa, Rike und Michi in Colmar verbracht. Da war es wohl voll und ziemlich warm. Zum Glück gab es eine kleine Abkühlung.
Als alle wieder zurück im Ferienhaus waren, ist Opa mit den Kindern in den Whirlpool gehüpft und haben wir abends Raclette gemacht. Ein weiterer toller Tag im Elsass geht damit zu Ende.





































