Heute haben wir alle wunderbar ausgeschlafen. In allen Schlafzimmern kann man die Rollos hochziehen und wird mit einem traumhaften Blick ins Munstertal belohnt. Leider spielte das Wetter noch nicht so ganz mit. Morgens schaffte die Sonne immer wieder durch die dichten Wolken. Aber immer wieder stahl sich ein Regenschauer in die Sonnenphasen hinein. Das sollte sich dann auch den restlichen Tag so durchziehen.
Nach einem hervorragenden Frühstück mit frischen Brötchen, Baguette, Croissants und Pain au Chocolat, waren wir aber alle unternehmungslustig. Also haben wir uns alle wetterfest angezogen und auf ging es ca. 40 Minuten mit dem Auto nach Gueberschwihr, einem kleinen Weinort im Elsass unterhalb des Kloster Schauenberg. Der ausgeschriebene Parkplatz unterhalb des Ortes war leider schon voll, aber wir hatten Glück und konnten die Autos nicht weit vom Parkplatz abstellen. Zu erst sind wir durch den niedlich Ort mit seinen vielen Fachwerkhäusern geschlendert.
Immer wieder konnten wir in kleine niedlich angelegt Innenhöfe von kleinen Weinstuben gucken. Am Hauptplatz mit dem Rathaus haben wir uns kurz die alte romanische Kirche Saint-Pantaléon angeschaut, um dann langsam auf der Rue Haut entlang viele Fachwerkhäuser aus dem Ort rauszumarschieren.
Oberhalb des Ortes ging es dann auf einem Kreuzweg, der auch Teil des Jakobswegs ist, langsam hinauf zum Kloster Schauenberg. Beim Aufstieg kam dann auch die Sonne richtig heraus und wir kamen alle ganz schön ins schwitzen.
Oben angekommen konnten wir den tollen Blick durch die Ebene bis hin zum Schwarzwald genießen.
Im Kloster wurden die Kinder mit einem Eis und alle anderen mit einem heimischen Weißwein belohnt.
Auf dem Rückweg wartete dann eine teuflische Begegnung auf uns. Denn der Weg führte uns am Teufelstein, dem Roche du Diable, vorbei. Leider fing es dort auch wieder ziemlich doll an zu regnen. Einer Sage zufolge soll der Teufel einst versucht haben, die Erweiterung der Kapelle des Klosters zu verhindern. Als er den schweren Felsbrocken hochheben wollte, um ihn auf die Kapelle zu schleudern, wurde der Stein so weich, sodass er ihn nicht mehr richtig zu packen bekam. Die Kratzspuren des Teufels sind bis heute deutlich zu erkennen.
Da es kurz aber stark geregnet hatte, mussten wir den Rückweg durch ziemlich viele Pfützen und über schlammigen Boden gehen. Aber auch das hat uns die Freude über den tollen Tag nicht nehmen lassen und als wir wieder in Gueberschwihr waren, schien die Sonne fast schon zur Bestätigung.
Zurück in unserem Ferienhaus, bin ich mit den Kindern in den warmen Außenwhirlpool gesprungen. Zum Abendessen haben Rike und Michi leckere Tagliatelle Bolognese gezaubert. Zur Vorspeise hat Sandra die restlichen Crevetten wieder in Olivenöl und Knoblauch angebraten. Alles war sehr lecker.
Während die Kinder dann mit Oma, Rike und mir Cluedo und „Stille Post“ gespielt haben, haben Sandra, Opa und Michi eine Partie Skat gekloppt. Glücklich und zufrieden sind wir alle k.o. vom Tag ins Bett gefallen.




























