Heute war das Wetter nicht ganz so toll. Das sollte uns aber nicht weiter stören, da wir eh geplant hatten nach Nîmes zu fahren, um uns das alte römische Amphitheater und die Altstadt anzuschauen. Natürlich gab es auch dieses Mal heftigen Protest von Amelie und Finn, da sie lieber mit den anderen Kindern an den Pool wollten. Dass das Wetter dazu eigentlich zu schlecht war, störte die beiden wenig. Der Protest half auch heute nicht und nach dem Frühstück saßen wir auch schon im Auto.
In Nîmes konnten wir das Auto schnell abstellen und sind dann zu Fuß in Richtung Amphitheater gegangen. Und auf einmal stand das ca. 2.000 Jahre alte und sehr gut erhaltene Amphitheater vor uns – eigentlich das Kolosseum aus Rom in klein.
Die Römer errichteten das Amphitheater auch Ende des 1. Jahrhunderts n.Chr. nach dem Vorbild des Kolosseums in Rom, um das Volk mit wilden Tieren und vor allem Gladiatorenkämpfen zu unterhalten. Heute werden in der Arena Stierkämpfe und weitere Events wie Rockkonzerte veranstaltet.
Zum Glück konnten wir trotz Corona das Amphitheater von Innen mit einer Audiotour besichtigen. Amelie und Finn haben auch ein Audiogerät bekommen und haben begeistert zugehört, wie von den Festspielen der Römer bis hin zu den heutigen Stierkämpfen die Geschichte des Amphitheaters erzählt wurde.
Das Amphitheater ist wirklich toll erhalten und gilt auch als eines der besterhaltenen vergleichbaren Bauwerke gallo-römischer Zeit. Bei der Besichtigung konnten wir bis in die oberen Gänge hochsteigen und über die Mauern der Arena über die Stadtdächer von Nîmes blicken.
In der Arena wurde gerade alles für einen Stierkampf hergerichtet. Nach den Corona-Öffnungsschritten sehnen sich die Menschen hier wahrscheinlich nach Stierkämpfen, denn Nîmes gilt hier in Südfrankreich als Stierkampf-Hochburg.
Nach diesem beeindruckenden Erlebnis, sind wir noch durch die direkt angrenzende Altstadt gelaufen. Wie auch schon in den anderen französischen Städten in Südfrankreich, gab es auch hier wieder niedliche alte Gassen.
Immer wieder öffneten sich die Gassen zu Plätzen, auf denen das Leben so langsam nach den harten Corona-Einschränkungen wieder Fahrt aufnimmt. Das besondere an dieser Altstadt ist das blank polierte Pflaster was einem ein bisschen das Gefühl gibt über Marmor zu laufen.
Der Rundgang durch die Altstadt führte uns gegenüber vom Amphitheater auf den Esplanade Charles de Gaulle. Das ist ein schön angelegter großer Platz.
Von hier aus ging es an einem Kriegsdenkmal und wieder am Amphitheater vorbei zurück zu unserem Auto.
Auf unserem Campingplatz haben wir dann den Abend ganz ruhig ausklingen lassen.


























