2021-05-28 Tag 07: Carcassonne

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Heute ging es nach dem Frühstück ins Auto nach Carcassonne, was besonders Amelie gar nicht toll fand. Das meinte sie dann auch uns permanent mitteilen zu müssen. Amelie war einfach traurig, dass alle anderen an den Pool gegangen sind und sie nicht mitgehen konnte. Aber es half natürlich alles nichts und wir saßen gegen 11 Uhr im Auto, um die ca. 115 km nach Carcassonne in Angriff zu nehmen. Die Fahrt führte uns zunächst nach Narbonne, wo der Parc naturel régional de la Narbonnaise beginnt. Hier surfen Ivana und Markus immer, wenn der Wind gut ist, in den Etangs direkt hinter den Dünen am Meer. Unser Weg führte aber ab Narbonne ins Landesinnere und gegen 12:15 Uhr waren wir auf dem anvisierten Parkplatz unterhalb der alten legendenumwobenen Altstadt Cité Médiévale mit ihrer beeindruckenden Festungsanlage, die Weltkulturerbe der UNESCO ist.

Ihre beiden Ringmauern mit 52 Türmen bilden eine weithin sichtbare, drei Kilometer lange Stadtmauer. Bei diesem Anblick der mittelalterlichen Festung war Amelies anfänglicher Unmut über den Ausflug zum Glück schnell verflogen.

Nachdem ich die ersten Fotos mit der alten Pont Vieux und dem Fluss Aude im Vordergrund aufgenommen hatte, sind wir langsam durch die Unterstadt hinauf zur Altstadt gelaufen und standen dann plötzlich vor der fantastischen Stadtmauer. Die Cité wurde übrigens nach ihrem Verfall von 1853 bis 1911 restauriert. Dabei hielt man sich nicht immer an das historische Original,, das die Fürstenfamilie Trencavel aus Béziers maßgeblich zwischen 1082 und 1209 ausbauen ließ.

Und wenn man dann durch das beeindruckende Stadtmauertor läuft, kommt man sich dahinter tatsächlich wie im Mittelalter vor. In den kleinen und engen mittelalterlichen Gassen warten zwar überall kleine Geschäfte und Cafés, aber die Häuser sind alle sehr niedlich. Immer wieder öffnen sich die Gassen und führen auf kleine mittelalterliche Plätze.

Nach einem kleinen Picknick auf einer Bank sind wir dann durch die komplette Altstadt gelaufen, wo auch wir immer wieder an der beeindruckenden Festungsmauer entlangkamen. Zuerst dachten wir, dass man wegen Corona nicht auf der Mauer entlanglaufen kann; aber da hatten wir uns zum Glück geirrt.

Aber zunächst sind wir an der Kathedrale Basilika St-Nazaire vorbeigekommen, an der leider von außen renoviert wird. Die Kathedrale wurde damals noch im Jahr 1070 von der Fürstenfamilie Trencavel angefangen zu bauen. Fertiggestellt wurde sie allerdings erst 200 Jahre später. Das großzügige und prunkvolle Kirchenschiff beeindruckt durch die zwei tollen großen und runden bunten Fenstern.

Danach haben wir uns ein sehr teures Eis zur Zwischenstärkung gegönnt.

Anschließend sind wir entlang der Festungsmauer zum Château Comtal gelaufen. Hier mussten wir Eintritt bezahlen und konnten dann in einem autonomen Rundgang durch das alte Château laufen und dann ziemlich lang auf der Festungsmauer entlanglaufen.

Hier hatten wir zum einen immer wieder fantastische Blicke auf die Festung selbst, aber auch auf die umliegende Unterstadt und die Landschaft. Wir konnten sogar die schneebedeckten Berge der Pyrenäen sehen.

Nach diesem wirklich tollen Rundgang auf der Festungsmauer, sind wir langsam wieder Richtung Ausgang der Stadtmauertor gelaufen. Finn wollte sich dann noch unbedingt als Andenken Pfeil und Bogen kaufen, was er dann auch durfte. Amelie hat sich ein leuchtendes Einhorn ausgesucht. Neben den ganzen Ritterwaffen waren wir mit dieser Wahl eigentlich ganz glücklich.

Auf dem Rückweg nach Vias-Plage haben uns dann Ivana und Markus angerufen. Die waren mit den Fahrrädern in Agde am Cap d’Agde und da haben wir spontan entschlossen zusammen am Cap d’Agde Essen zu gehen. Das Essen war einfach aber lecker. Es gab Miesmuscheln und für die Kinder Pizza bzw. Chicken Nuggets mit Pommes.

Nach dem Essen haben wir uns noch ganz kurz den Strand am Cap d’Agde angeschaut.

Zurück am Campinglatz haben wir den Abend bei Ivana und Markus ausklingen lassen. Während Finn noch mit den Jungs rumgezogen ist, hat Mila Amelie ein Buch vorgelesen. Morgen wollen alle Familien nach Péznas zu einem großen Markt. Wir wollen uns auch die Altstadt angucken, die als sehr besonders empfohlen wird.