Während die Mädchen Oma schon wieder um 6:20 Uhr geweckt hatten (arme Oma), schlief sich zumindest Finn so richtig aus. Um 9 Uhr haben Amelie und Lea ihn dann geweckt. Wir konnten dadurch auch gut bis 9 Uhr schlafen.
Es gab wieder ein vorzügliches Frühstück und dabei haben wir die Pläne für den heutigen Tag gemacht. Amelie, Finn und Lea wollten heute mit Sandra, Rike und Oma zum Ponyreiten gehen. Wir Männer beschlossen die Zeit zu nutzen, um mit den Fahrrädern zur östlichen Seite der Insel in das Naturschutzgebiet Het Oerd zu fahren. Das Wetter war überraschend besser als angekündigt. Der Wind hatte zwar deutlich zugenommen aber die Sonne schaffte sich immer mehr Platz.
Bevor sich unsere Wege heute trennten sind wir alle zusammen noch mit den Fahrrädern in den Ort Nes gefahren und haben uns dort den Ortskern mit den wirklich niedlichen alten Seemanshäusern angeschaut. An den Zackenreihen an den Häusern konnte man früher erkennen, ob der Eigentümer Kapitän (zwei Zackenreihen) oder Steuermann (eine Zackenreihe) war.
Viele Häuser stammen bereits aus dem 17. und 18 Jahrhundert und sind sehr liebevoll restauriert worden und dienen häufig als Ferienwohnungen. Im Ortskern haben sich viele Geschäfte und Restaurants in den alten Häusern niedergelassen. Hier tümmeln sich natürlich die ganzen Touristen.
Um 14 Uhr bin ich dann mit Opa und Michi an den Dünenradweg gefahren, den wir dann 7,5 km nach Osten folgen mussten. Der Weg schlängelt sich hinter den Dünen entlang und ist wunderschön. Auf dem Hinweg hatten wir auch noch kräftige Unterstützung vom Wind. Ein Blick in die Gesichter der entgegenkommenden Radfahrer ließ uns allerdings schon erahnen, welche Anstrengung uns auf dem Rückweg noch bevorstand. Aber daran wollten wir erstmal nicht denken. Stattdessen konnten wir die Natur ringsherum so richtig genießen.

Mit den Fahrrädern konnten wir bis zu der Aussichtsdüne Oerdblinkert fahren, die gleichzeitig mit 24 m der höchste natürliche Punkt der Insel ist. Hier mussten wir unsere Fahrräder abstellen. Von hier oben hatten wir einen tollen Rundumblick. Richtung Süden konnten wir auf das Festland nach Holwerd und auf das Watt gucken.
Von hier aus konnten wir dann noch einen 4 km langen Rundweg durch das Naturschutzgebiet laufen. Der Weg führte zunächst am Watt entlang und dann durch das Schilfgras hin zu den Dünen. Hier hatten wir einen sensationellen Zugang durch die Dünen zum Meer.
Der Sand ist hier so fein und weiß und der Strand fast menschenleer. Das Naturschutzgebiet Het Oerd dient tausenden Vögeln als Nist- und Brutplätze.
Zurück auf der Düne Oerdblinkert wartete dann der Rückweg mit ordentlich Gegenwind auf uns. Nur Michi störte das mit seinem E-Bike ganz und gar nicht. Und der Wind blies uns auch tatsächlich konstant stramm entgegen und wir mussten ordentlich in die Pedalen treten. Während Opa das Angebot von Michi das E-Bike mal zu testen ausschlug, habe ich das E-Bike natürlich gerne getestet und war restlos begeistert. Der Gegenwind macht mit so einem Rad wirklich gar nichts mehr aus und fährt völlig entspannt den Weg entlang. Lange wollte ich das Bike mit Michi aber nicht tauschen und so strampelten Opa und ich noch die letzten Kilometer gegen den Wind.
Zuhause erwarteten uns dann auch schon die Kinder und kamen aus dem Erzählen vom Ponyreiten gar nicht mehr raus. Alle hatten ein Pony und riesigen Spaß auch wenn Lea noch am Anfang etwas großen Respekt hatte. Sandra hat sich bei dem Reiterhof gleich für Dienstag bei einem Gruppenausritt an den Strand angemeldet. Amelie und Finn überlegen noch, ob sie dann in der Zeit, in der Sandra ausreitet, einen Kinderreitkurs belegen.
Vor dem Abendessen bin ich mit Michi und den Kindern zusammen in den Hauspool gesprungen und wir haben Köpfer geübt. Die Kinder hatten alle so viel Spaß, dass sie gar nicht mehr raus wollten. Sandra und Rike haben in der Zwischenzeit die Sauna genossen und Oma und Opa haben sich mal etwas ausgeruht.
Zum Abendessen haben Rike und Michi leckeren Fisch gebraten. Dazu gab es Ofenkartoffeln von Oma und Krabben. Das war sehr lecker. Nachdem die Kinder im Bett waren, haben wir wieder eine Partie Poker gespielt, weil Oma das unbedingt noch einmal wollte. Ich hoffe, dass das die letzte Runde war, da wir noch so viel andere Spiele dabei haben, die auch Spaß machen.































