2018-08-11 Hanstholm

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Das eher mäßige Wetter bleibt uns treu. Heute hingen die Wolken dicht über den Limfjord und regneten sich aus und es sah auch nicht so aus als ob Besserung in Sicht war. Also beschlossen wir heute die Regenjacken einzupacken und nach Hanstholm etwas nördlich von Klitmøller zu fahren.

Wir hatte etwas Hoffnung, dass sich das Wetter während der Fahrt bessert aber bei der Hoffnung blieb es dann leider auch. Es regenete immer noch als wir in Hanstholm ankamen. Also entschlossen wir kurzerhand erstmal in die Shopping Mal zu gehen. Dort gab es an jeder Ecke kleine Kinderautos, die für große Begeisterung bei den Kindern sorgten. Die kleinen Läden waren schnell abgeklappert. Aber wir konnten hier noch unsere Lebensmitteleinkäufe erledigen und eine Kleinigkeit beim Bäcker essen.

Der Ort Hanstholm thront über der Küste auf einem Plateau und hat den größten Fischhafen von Dänemark. Nirgendwo sonst in Dänemark wird so viel Speisefisch umgeschlagen wie hier. An manchen Tagen werden über 100 Tonnen Fisch auf der Fischauktion verkauft. Der Ort selbst ist nicht besonders schön aber vom Plateau hat man bei schönem Wetter mit Sicherheit einen tollen Blick auf Hafen, Küste und Meer.

Hanstholm ist aber auch durch die vielen Bunker aus dem 2. Weltkrieg bekannt. Rund 600 Bunker und Geschützstellungen ließen deutsche Truppen in und um Hanstholm in die Dünen setzen. Die Deutschen Truppen wollten zwischen Norwegen und Hanstholm eine tödliche Schranke an der Durchfahrt zwischen Nordsee und Ostsee bilden. Der Größenwahn des Atlantikwall-Projekts lässt sich nirgendwo eindeutiger erleben als in und um Hanstholm. Wir haben allerdings nur bei der Anfahrt kurz vor Hanstholm in den Dünen ein paar Bunker gesehen. Das Wetter war zu schlecht um groß rumzulaufen.

Nach der Shopping Mal wollten wir aber trotz des schlechten Wetters wenigstens noch einmal auf den Leuchtturm von Hanstholm klettern. Der Leuchtturm steht oben auf dem Plateau und zeigt auch heute noch den Schiffen den Weg in den Hafen. Im Vergleich zu anderen Leuttürmen ist dieser ziemlich klein, galt in seiner Geschichte aber schon immer als sehr innovativ und war häufig Vorreiter was z.B. die Leuchtkraft betrifft.

Auf dem Rückweg nach Krik haben wir noch einen kleinen Stopp in Klitmøller gemacht, wo ich mir in einem Surfshop einen neue Schraube für die Finne meines Standup-Paddel-Board gekauft habe.

Zurück in Krik hat dann auch endlich der Regen nachgelassen und wir konnten noch ein paar Kite- und Windsurfern auf dem Limfjord zuschauen. Den späten Nachmittag haben wir dann mit spielen, baden, kochen und essen verbracht.

Leider soll das Wetter erst am Dienstag wieder besser werden. Mal schauen was wir bis dahin noch so unternehmen können.