Heute Morgen hingen die Wolken bereits wieder dicht und tief über dem Limfjord und beim Frühstücken fing es dann auch kräftig an zu regnen. Also haben wir erstmal mit den Kindern bei uns in dem Ferienhaus gespielt.
Gegen 11 Uhr zogen die Wolken dann endlich weiter und die Sonne kam sogar wieder zum Vorschein. Das war für uns das Zeichen zum Sachen zusammenpacken, denn wir wollten heute in den Nationalpark Thy und uns den Leuchtturm Lodbjerg Fyr und die Landingsplads in Stenbjerg anschauen. Landingsplads ist ein alter mittlerweile nicht mehr genutzter Ort am Strand, wo die Fischer früher ihre Boote ins Wasser gelassen bzw. wieder an Land gezogen haben.
Aber zunächst ging es zum Lodbjerg Fyr. Der Leuchtturm mitten im Nationalpark Thy liegt mitten in einer beeindruckenden Dünenlandschaft. Leider wird der Leuchtturm zur Zeit renoviert, so dass wir eigentlich nur den Turm aber nicht das schöne Haus des Leuchtturms sehen konnten. Aber das änderte natürlich nichts an der tollen Aussicht von oben. Um dort hinzukommen mussten wir viele Treppen laufen und am Schluss noch eine sehr steile und enge Leiter hochklettern.
Nach dem Blick über die weite Dünenlandschaft haben wir noch einen Spaziergang durch die Dünen zum Meer gemacht. Der Sandweg führte und zunächst durch kleine Kiefernwälder und dann durch ein Heidemeer auf den Dünen bis am Schluss, kurz vor dem Meer, nur noch das Strandhafer (Dünengras) auf den Dünen zu sehen war. Leider konnten wir nicht ganz bis zum Meer, da die Dünen auf einer Höhe von ca. 10 Metern steil abfielen. Hier werden die Dünen bei Sturm wohl immer vom Meer und dem Wind verändert.
Zurück am Leuchtturm haben wir ein kleines Picknick gemacht und uns von dem anstregenden aber schönen Spaziergang durch den Sand wieder gestärkt.
Der nächste Halt waren die Landingsplads von Stenbjerg. Das Wetter wurde nun auch wieder etwas schlechter. Der Wind wurde wieder frischer und die Sonne hatte sich auch längst wieder hinter den Wolken versteckt. Am Strand stehen immer noch vier alte Fischerboote und die Häuser, in denen die Fischer wahrscheinlich die Fische weiterverarbeitet hatten sind sehr niedlich restauriert. Auch die alte Zuganlage, um die Boote an Land zu ziehen konnte sich hier angucken. Aber mal ehrlich, könnt Ihr Euch vorstellen mit so kleinen Booten auf die Nordsee zu raus zu fahren? Das muss ganz schön geschaukelt haben.
Auf dem Rückweg zu unserem Ferienhaus haben wir noch schnell eingekauft und kurz nachdem wir in unserem Haus waren fing es auch wie aus Gießkannen an zu schütten. Selbst die vielen Kitesurfer sahen zu, dass sie schnell ans Ufer kamen.
Nach köstlichen Spaghetti Bolognese haben die Kinder noch gebadet bevor es ins Bett ging und Sandra und ich die Ruhe genießen konnten.
































