2017-08-19 Tag 04: Silberbergwerk Schwaz

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Wie erwartet war das Wetter heute schlecht: Regen, Regen und nochmals Regen. Aber Wetter ist Wetter und das kann man ja nun mal nicht ändern. Also mussten wir das Beste daraus machen. Den Vormittag haben wir mit den Kindern in unserer Ferienwohnung mit Spielen und Rumgammeln verbracht, was wir sehr genossen haben.

Nach dem Mittagessen sind wir dann ca. eine Stunde nach Tirol zum Silberbergwerg in Schwaz gefahren. Die Zeit haben die Kinder für einen kleinen Mittagsschlaf genutzt.

Natürlich waren wir nicht die Einzigen, die den Regentag mit einem Bergwerkbesuch nutzen wollten, so dass wir eine Stunde bis zur Führung mit einem leckeren Eis überbrücken mussten. Und dann begann die beeindruckende Reise in den Berg hinein. Mit einer kleinen Bahn sind wir ca. 800 m weit in den Berg hinein gefahren. Hier durften wir uns auf einem Rundweg durch die Stollen teils von unserem Bergwerkführer teils von eingespielten Videos erzählen lassen, wie bereits im Mittelalter hier unter Tage Silber abgebaut wurden. Das Schwazer Silberbergwerk gehörte zu den bedeutendsten Silberquellen in Europa und hatte dadurch auch einen wesentlichen Einfluss auf die Geschichte. Sogar die Fugger hatten hier ihre Finger mit im Spiel und sie besaßen die größten Förderrechte.

Im Mittelalter arbeiteten hier ca. 12.000 Knappen (wir würden Kumpel sagen) in drei Schichten. Also waren immer 4.000 Knappen unter Tage. Bevor im Bergwerk riesige Wasserräder für das Antreiben von Wasserpumpen eingesetzt wurden, waren alleine 600 Mann damit beschäftigt, das eindringende Grundwasser aus den Schächten zu befördern.  Wie hart die Arbeit gewesen sein muss, machen solche Zahlen deutlich: Ein Knappe wurde damals kaum älter als 35 Jahre; um 1 kg Silber zu gewinnen, mussten 500 kg Stein gefördert werden. Wir waren alle Vier wirklich sehr beeindruckt.

Nach der ca. 90 minütigen Führung sind wir dann schnell wieder zurück zum Barmsee zu unserer Ferienwohnung gefahren und nach einem schnellen Abendbrot sind die Kinder wieder schnell eingeschlafen. Morgen soll das Wetter zwar kühl aber wieder besser werden, so dass wir wahrscheinlich wieder mit Oma und Opa eine kleine Wanderung machen können.