Heute sind wir früh aufgestanden. Das Motto heute: Top of Germany! Hinauf auf die Zugspitze von Ehrwald über das „Gatterl“ und die Knorrhütte. Um kurz nach 8 Uhr waren Oma Ulle und Opa Uwe bei uns, um mit den Kindern den Tag zu verbringen.
Sandra und ich sind dann auch bald mit dem Auto nach Ehrwald zur Talstation der Ehrwalder Almbahn gefahren, wo wir uns das Tiroler „Gatterl“ Wanderticket gekauft haben. In dem Ticket ist die Bahnfahrten hinauf zur Ehrwalder Alm und vom Zugspitzplatt zur Zugspitze, sowie der Bustransfer von der Talstation der Tiroler Zugspitzbahn zurück zur Talstation der Ehrwalder Almbahn enthalten.
Wir sind dann erstmal die ersten Höhenmeter mit der Godel hinauf zur Ehrwalder Alm. Dann ging es auf einer breiten Forststraße Richtung Gaistal immer Richtung Gatterl und Knorrhütte. Es war ein gemächlicher Aufstieg, der zu einem Sattel führte.
Durch einen Waldstreifen über den Max-Klotz-Steig gelangten wir zur Hochfeldernalm.
Der angenehme Geruch der Latschenkiefern begleitete uns auf dem Weg durch Weiden zum 1. Joch „Am Brand“ (2.120 m). Der Steig fiel dann leicht ab zum Feldernjöchl (2.041 m).
Nach einer Abzweigung zum „Steinernen Hüttl“ ging es erst nochmal leicht bergab, dann aber auch wieder steil bergauf. Und dann wartete der Steig zum „Gatterl“ auf uns. „Gatterl“ heißt die Scharte im deutsch-österreichischen Grenzkamm.
Diesen Namen bekam die Scharte wegen eines quitschenden Weidegatters das direkt auf der Grenze von Deutschland nach Österreich steht. Es hält die dort im Sommer weidenden Schafe davor zurück die Grenze von Bayern nach Tirol zu übertreten. Eigentlich ist mit „Gatterl“ aber die kurze Kletterstelle gemeint, die sich auf der Tiroler Seite hinter dem Weidegatter befindet. Diese bietet eine Felsrinne die mit einem Drahtseil versichert ist. Eine tolle kleine Kletterpassage.
Auf der deutschen Seite ging es dann mehr oder weniger auf gleicher Höhe weiter über viel Geröll zur vom DAV bewirtschafteten Knorrhütte. Hier haben wir uns dann für den letzten steilen und schweren Aufstieg zum Zugspitzplatt mit einer Suppe und Skiwasser bzw. Apfelsaftschorle gestärkt.
Nach knapp 30 Minuten Ruhepause sind wir zum letzten schweren Anstieg aufgebrochen. Der Anstieg ging ca. 1,5 Stunden teilweise sehr steil über eine Geröll- und Felslandschaft hinauf zum Zugspitzplatt (2.650 m).
Die Höhe von deutlich über 2.000 m spürt man jetzt schon sehr. Man sieht hier durch die geschliffenen Felsen ganz deutlich wo früher einmal der Gletscher war. Heute ist auf dem Zugspitzplatt nur noch ein kläglicher Rest vom Gletscher übrig.
Die letzten Höhenmeter hinauf vom Zugspitzplatt zur Zugspitze haben wir dann mit der Gondel überwunden. Zum einen waren auch wir ziemlich platt und zum anderen wurde es nebelig, was bei dem sehr steilen und schweren Anstieg mit einem kleinen Klettersteig zu hinderlich für uns war.
Obern auf der Zugspitze war dann leider das Wetter auch entsprechend und wir hatten keine gute Sicht. Trotzdem war es ein tolles Gefühl, die Zugspitze mit zwei kleinen Gondelfahrten größtenteils zu Fuß erklommen zu haben.
Nachdem wir uns noch das Museum angeguckt hatten, sind wir mit der Tiroler Zugspitzbahn in 15 Minuten hinunter nach Ehrwald gefahren. Hier mussten wir dann 45 Minuten auf den Bus warten, der uns zurück zu unserem Auto gebracht hat.
Zurück in Krün in unserem Ferienhaus warteten dann Amelie und Finn schon sehnsüchtig auf uns und wir haben beide glücklich in unsere Arme genommen. Die Kinder waren heute mit Oma Ulle und Opa Uwe am Barmsee. Amelie hat die Füße in den See gehalten und Steine ins Wasser geworfen.
Das Essen hier bei uns im Gashof haben wir dann alle zusammen genossen.
























